Trotz Niederlage wird ab 14 Uhr gefeiert: FC Bayern demonstriert gute Laune
zuletzt aktualisiert: 23.05.2010 - 11:59München (RPO). Für Trauer wird in der bayerischen Landeshauptstadt keine Zeit verschwendet: Trotz der 0:2 (0:1)-Niederlage im Finale der Champions League gegen Inter Mailand geben die Klub-Bosse kollektive Freude vor. Rummenigge und Hoeneß sehen keinen Grund für schlechte Laune. Im Gegenteil: Sie fordern eine Trotzreaktion.
"Wenn der Gegner etwas besser ist, muss man auch mal eine Niederlage akzeptieren. Und Inter Mailand war dieses Stückchen besser", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge beim abendlichen Bankett. Gleichzeitig forderte er, nun den Fokus auf die Zukunft zu legen und die Niederlage zu akzeptieren. "Lasst es uns so machen wie 1999. Damals sind die Spieler am Boden gelegen, wieder aufgestanden und haben nach dem Urlaub von neuem angefangen", sagte Rummenigge.
Man habe mit London 2011 und München 2012 zwei tolle Austragungsorte für die kommenden Champions-League-Finalspiele vor sich. "Wir haben jetzt zwei Jahre, wo wir auf das Endspiel in München hinarbeiten können", sagte der Vorstandsboss.
Und auch Präsident Uli Hoeneß sieht keinen Grund für verzogene Minen: "Wir haben eine grandiose Saison gespielt und hatten uns schon vor diesem Spiel gesagt: Die lassen wir uns durch nichts mehr schlecht reden. Dann sollten wir jetzt auch nicht damit anfangen."
Demonstrativ wird daher auch ab 14 Uhr gefeiert. Die Kicker werden dann in München erwartet. Gegen 15.30 Uhr startet an der Allianz Arena der Autokorso in Richtung Münchner Marienplatz, wo ein Empfang auf dem Rathausbalkon stattfinden wird.
Im Anschluss an die Feierlichkeiten, die vom Münchner Oberbürgermeister Christian Ude begleitet werden, endet der vom Verein vorgegeben Teil. Für die deutschen Nationalspieler bleibt dennoch keine Zeit zu verschnaufen: Miroslav Klose, Mario Gomez, Thomas Müller und Holger Badstuber werden am Dienstag im DFB-Lager in Südtirol erwartet. Jörg Butt, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm erhalten noch einen zusätzlichen freien Tag, da das Trio nahezu alle Saisonspiele für die Bayern bestritten hat.
60 Millionen Euro Einnahmen
Auch aus finanzieller Sicht kann der Rekordmeister zuversichtlich in die Zukunft blicken: In der abgelaufenen Champions-League-Saison nahm der Klub voraussichtlich fast 60 Millionen Euro ein. Bis zum Einzug ins Endspiel der Königsklasse kam der deutsche Fußball-Rekordmeister allein auf Prämien von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Höhe von 25,4 Millionen Euro.
Dazu kommen vermutlich mehr als 20 Millionen Euro aus dem sogenannten Marketingpool. Die Zuschauereinnahmen aus den fünf Heimspielen brachten etwa 12 Millionen Euro. Bei einem Sieg gegen Inter Mailand hätten die Münchner zusätzlich 3,8 Millionen Euro eingespielt.
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