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Champions League
FC Bayern: Duell mit der alten Dame und alten Bekannten

Bayern-Gegner Juventus Turin im Porträt
Bayern-Gegner Juventus Turin im Porträt
Nyon. Bayern München und der VfL Wolfsburg bekommen es im Achtelfinale der Champions League mit höchst unterschiedlichen Kalibern zu tun.

Hammerlos für den FC Bayern - Glücksfall für den VfL Wolfsburg: Die deutschen Vertreter in der Champions League stehen im Achtelfinale vor unterschiedlich schweren Aufgaben. Während Rekordmeister Bayern München auf Juventus Turin mit Weltmeister Sami Khedira trifft, bekommen es die "Wölfe" mit dem großen Außenseiter KAA Gent zu tun.

"Juventus ist natürlich eine der besten Mannschaften Europas. Es sind Begegnungen zum Zungeschnalzen", meinte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer bei Sky. Bayern-Coach Pep Guradiola meinte: "Juve ist neben PSV der schwerste Gegner."

Reaktionen zur Achtelfinal-Auslosung

Nach schwachem Saisonstart hat sich der italienische Rekordmeister in der Liga wieder gefangen, liegt aber als Vierter noch nicht im Soll. Im Juni verlor Juve das letzte Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona in Berlin mit 1:3. "Wir sind in der Lage, zwei große Spiele zu liefern", sagte Juves "Vize" Pavel Nedved.

Beide Bundesligisten treten als Gruppensieger zunächst auswärts an, Wolfsburg am 17. Februar in Gent und Bayern am 23. Februar in Turin. Die Rückspiele finden am 9. März in Wolfsburg und am 16. März in München statt. Das Finale der Champions League steigt am 28. Mai 2016 in Mailand.

Zuletzt trafen die Bayern im April 2013 auf die Turiner. Im Viertelfinale der Königsklasse setzte sich die Elf von Jupp Heynckes in der Triple-Saison mit 2:0 und 2:0 durch. Im Rückspiel traf Mario Mandzukic, der mittlerweile genauso wie Khedira für die "Alte Dame" spielt. Dagegen wechselten Arturo Vidal und Kingsley Coman vor der Saison aus Turin an die Isar.

Wolfsburg-Gegner KAA Gent im Porträt

"Ein sehr schweres, aber auch sehr attraktives Los", sagte Bayerns Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge nach der Ziehung, "zum Erreichen des Viertelfinales benötigen wir zwei sehr gute Partien." Kapitän Philipp Lahm sprach von einem "europäischen Klassiker. Juve stand letzte Saison im Finale, das ist schon eine große Herausforderung." Thomas Müller meinte: "Wir haben mit Juve stets gute Erfahrungen gemacht in der Champions League. Vor allem freue ich mich auf das Turiner Stadion, das wird ein Erlebnis."

In der Gruppenphase setzten sich die Italiener gegen den FC Sevilla und Borussia Mönchengladbach (0:0/1:1) durch und beendeten die Gruppe D hinter Manchester City als Zweiter. Mit Torwart-Legende Gianluigi Buffon und Paul Pogba haben die Norditaliener zwei weitere Top-Stars in ihren Reihen, zudem bilden Andrea Barzagli, Leonadro Bonucci und Giorgio Chiellini das Abwehrgerüst der Nationalmannschaft.

Wolfsburgs Manager Klaus Allofs konnte sich nach der Auslosung ein Schmunzeln nicht verkneifen. Mit Gent bekamen die "Wölfe" den wohl leichtesten Gegner zugelost und dürfen auf den ersten Viertelfinal-Einzug der Klub-Geschichte hoffen. "Ohne den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, erscheint es eine lösbare Aufgabe", sagte Allofs.

Der Außenseiter aus Flandern wurde in diesem Jahr erstmals belgischer Meister und holte zweimal den Pokal. Viel mehr Titel gab es noch nicht, dennoch blieb Wolfsburg bescheiden. "Das ist kein unbeschriebenes Blatt. Wer in der Gruppenphase Lyon und Valencia hinter sich lässt, muss Fußball spielen können", sagte Allofs.

Wolfsburgs belgischer Torhüter Koen Casteels soll der Mannschaft in der nächsten Zeit die nötigen Informationen über Gent stecken. "Für beide Teams ist die K.o.-Phase in der Champions League Neuland. Insofern erwarte ich ein interessantes Aufeinandertreffen", sagte Trainer Dieter Hecking. "Ich freue mich auf die Partie. Wir sind gewarnt, aber das Ziel muss es sein, eine Runde weiterzukommen", meinte Julian Draxler.

Ein weiterer Kracher des Achtelfinals findet zwischen Paris St. Germain und dem FC Chelsea statt. Titelverteidiger FC Barcelona trifft auf den FC Arsenal um die deutschen Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker. Real Madrid spielt gegen den AS Rom, der in der Gruppenphase Bayer Leverkusen hinter sich ließ.

(areh/sid)
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