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Bayern vor Champions-League-Auslosung
Frühes Wiedersehen mit Guardiola möglich

Das ist Pep Guardiola
Das ist Pep Guardiola FOTO: dpa, Peter Kneffel
Monaco. Für die Bundesligisten kann es in der Champions League schon in der Gruppenphase knüppeldick kommen. Es drohen Hammer-Gruppen.

Im Millionenspiel Champions League droht Deutschlands Aushängeschild Bayern München schon in der Gruppenphase ein Duell gegen Ex-Trainer Pep Guardiola. Der neue Teammanager von Englands Ex-Meister Manchester City stand angesichts des 5:0-Hinspielerfolgs gegen Steaua Bukarest schon vor dem Play-off-Rückspiel am Mittwochabend mit mehr als einem Bein in der lukrativen Gruppenphase.

ManCity würde Topf zwei zugeordnet, die Citizens könnten somit wie schon in den Jahren 2011, 2013 und 2014 auf den deutschen Rekordmeister treffen. Der FC Bayern gehört bei der Gruppen-Auslosung am Donnerstag (18 Uhr/Sky und Eurosport) im Grimaldi Forum von Monaco wie Titelverteidiger Real Madrid, der spanische Champion FC Barcelona, Paris St. Germain und Juventus Turin hingegen Topf eins an.

Das Ziel ist Cardiff

In Topf zwei sind auf dem Weg zum Endspielort Cardiff (3. Juni 2017) auch der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen gesetzt. Borussia Mönchengladbach wollte am Mittwochabend nach dem 3:1-Hinspielsieg n den Play-offs gegen Young Boys Bern als vierte Bundesliga-Kraft nachziehen und den Einzug in die Gruppenphase schaffen.

Weitere mögliche schwere Bayern-Gegner könnten Champions-League-Finalist Atletico Madrid, der Dauergegner FC Arsenal, Europa-League-Sieger FC Sevilla und der SSC Neapel sein. Der neue Bayern-Chefcoach Carlo Ancelotti ist als Guardiola-Nachfolger auch angetreten, das zu vollenden, was seinem Vorgänger nicht gelungen war: ein Triumph in der Königsklasse.

Dass sein Starensemble stark genug ist, wieder ein Wörtchen bei der Titelvergabe in der Champions League mitzusprechen, ist klar. "Der Unterschied zwischen dem besten und schlechtesten Spieler ist nicht so groß. Der Kader ist auf hohem Niveau gleichwertig besetzt", sagte der italienischer Fußballlehrer, der schon dreimal mit dem AC Mailand (2003 und 2007) und Real Madrid (2014) die Champions League gewann, bei Sport1.

Für Tuchel ist die Champions League Neuland

Während Ancelotti also reichlich Erfahrung in der Königsklasse mitbringt, muss sich Dortmunds Coach Thomas Tuchel an die Luft in der Champions League erst noch gewöhnen. In der vergangenen Saison wurde das Finale in der Europa League verpasst, das Überwintern im lukrativen Champions-League-Wettbewerb, der zwischen 25 und 30 Millionen den Bundesligisten garantiert, ist das Minimalziel. Klub-Chef Hans-Joachim Watzke weiß allerdings, dass er von der neuen Borussia keine Wunderdinge erwarten darf.

Die neuformierte Mannschaft der Borussia sei "keine Krabbelgruppe, benötigt aber Geduld. Es ist ein Umbruch, Thomas Tuchel wird die Zeit bekommen", sagte Geschäftsführer unlängst. Dank der Champions-League-Millionen will der BVB in der kommenden Saison die 400-Millionen-Euro-Schallmauer beim Umsatz knacken. Mit 376 wurde vor Wochenfrist die Bestmarke aus der Spielzeit 2015/2016 erst vermeldet.

Leverkusen will ins Achtelfinale

Bayer will diesmal ebenfalls die Gruppenphase überstehen, nachdem man in der vergangenen Saison hauchdünn das Ziel verpasste und in die Europa League abstieg. "Das Gefährliche in Leverkusen ist: Wir haben in den vergangenen sechs Jahren fünfmal die Gruppenphase der Champions League erreicht. Man muss immer ein bisschen mahnen und daran erinnern, dass das nicht alles selbstverständlich ist. Das ist ein großer Kraftakt", mahnte unlängst allerdings Sportchef Rudi Völler im "Kölner Stadt-Anzeiger".

(sid)
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