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"Kein Drama"
Bayern reden die Niederlage bei Atlético klein

Atlético - FC Bayern: die Bilder des Spiels
Atlético - FC Bayern: die Bilder des Spiels FOTO: ap, EM
Madrid. Der erste, richtige Härtetest für den FC Bayern unter Carlo Ancelotti endete mit einer Niederlage. Nach dem 0:1 bei Atlético Madrid fordert Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge eine Reaktion, Thomas Müller hält die Probleme für "normal".

"Es macht keinen Sinn, ein Drama draus zu machen, es ist nur wichtig, dass wir jetzt direkt am Samstag darauf reagieren gegen den 1. FC Köln und die Tabellenführung der Bundesliga verteidigen", sagte Rummenigge nach der Niederlage am 2. Spieltag der Champions League bei seiner nächtlichen Bankettrede.

Der Klubchef sprach von einer "verdienten Niederlage", weil Atlético "ein bisschen mehr getan hat als wir, sie wollten einfach mehr den Sieg haben". Niederlagen könnten jedoch auch etwas Positives haben, "wenn man daraus lernt". Außerdem sei in der Königsklasse alles, sogar der Gruppensieg noch möglich, "wir müssen nur dafür sorgen, dass wir die Punkte holen, die wir brauchen". Spitzenreiter Atlético hat in Staffel D nach zwei Siegen drei Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Bayern, die nun zwei Mal auf die PSV Eindhoven treffen (19. Oktober/1. November).

In Richtung von Trainer Carlo Ancelotti, der nach acht Siegen im neunten Pflichtspiel erstmals mit den Bayern verloren hatte, sagte Rummenigge: "Lieber Carlo, es ist dein Debüt beim Bankett, das ist Kultur des FC Bayern, aber man kann sich leider das Debüt nicht aussuchen..."

"Uns wurden Schwächen offenbart"

Weltmeister Thomas Müller hält die  offenbarten Probleme für normal. "Wenn ein neuer Trainer kommt, geht nicht innerhalb von ein, zwei Monaten alles so von der Hand", sagte er angesichts des Wechsels von Pep Guardiola zu Carlo Ancelotti.

Unter Guardiola hatten die Bayern im vergangenen April das Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse in Madrid ebenfalls 0:1 verloren. "Jetzt", sagte Müller, "hatten wir die erste wirklich schwierige Prüfung (unter Ancelotti, d.Red.) und uns wurden schon ein paar Schwächen offenbart, da gilt es jetzt dran zu arbeiten."

Auch Mats Hummels führte die Mängel teilweise auf die noch fehlende Erfahrung im Zusammenspiel zurück. "Ich ärgere mich, dass ich zwei, drei Pässe nicht gespielt habe, die ich gerne gespielt hätte, die aber sehr riskant gewesen wären", sagte er, "wahrscheinlich, wenn ich noch zwei Monate länger da wäre, hätte ich die gespielt, das nervt mich selber so ein bisschen."

Der Innenverteidiger sah ebenfalls "noch viel Verbesserungsbedarf, trotzdem sind wir auf einem guten Niveau". In der Theorie sei Platz eins in Gruppe D noch drin. "Jetzt zwei Siege gegen Eindhoven, dann haben wir eine gute Chance", sagte er. Die Duelle mit dem niederländischen Meister stehen am 19. Oktober (in München) und 1. November an.

(sid)
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