Bayern-Kommentar: Klinsmann führt sinnlosen Kampf
VON CHRISTIAN KURTH - zuletzt aktualisiert: 09.04.2009 - 13:14Barcelona (RPO). Jürgen Klinsmann hat deutlich gemacht, dass er auf keinen Fall zurücktreten will. Dabei verfehlte er seine Ziele mit dem deutschen Rekordmeister Bayern München bislang. Jetzt am Trainerjob zu kleben, hilft dem Klub nicht – und Klinsmann auch nicht.
Er hätte noch Großes vor und er könne diese Saison mit der Mannschaft noch einiges Erreichen. Sagt Klinsmann. Was denn, bitte? Mit viel Glück und reichlich Schützenhilfe der Konkurrenz vielleicht die Meisterschaft. Und damit schreckt der frühere Bundestrainer in München nicht mal die Tauben vor dem Rathaus auf, denn die Meisterschaft gehört in der deutschen Fußball-Hauptstadt zu den Pflichten des Alltags.
Klinsmann hat nichts erreicht. Er sprach von Philosophie, er stellte Buddhas auf, er krempelte das Trainerteam um. Er versuchte zu motivieren. Gebracht hat es ergebnistechnisch nichts. Bayern beendet die Saison mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Titel. Spielerisch ist Rückschritt statt Entwicklung zu verzeichnen.
Der Zustand der Mannschaft lässt darauf schließen, dass ihm die Spieler nicht mehr folgen. Denn die Einstellung bei der Demonatge von Barcelona grenzte an Arbeitsverweigerung. Das Team ließ den Übungsleiter im Stich. Und das haben auch die Oberen des Champions-League-Siegers von 2001 längst registriert.
Die Klinsmann-Fürsprecher sind rar geworden. Kaiser Franz Beckenbauer dachte schon vor der Blamage laut über Veränderungen nach. Klinsmanns Zeit läuft ab. Nur er selbst wehrt sich noch. Vielleicht will er die Abfindung in die Höhe treiben.
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