| 12.06 Uhr

0:0 im Madrider Derby in der Champions League
Mandzukic blutet – Carvajal bestreitet Beißattacke

CL: Carvajals Ausraster gegen Mandzukic bleiben ohne Folgen
CL: Carvajals Ausraster gegen Mandzukic bleiben ohne Folgen FOTO: Screenshot Sky
Madrid . Es ging hart zur Sache im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Atletico und Real Madrid. Vor allem der frühere Bayern-Torjäger Mario Mandzukic bekam einiges ab. Tore fielen dagegen nicht, die Entscheidung ist auf das Rückspiel in einer Woche vertagt.

Mandzukic war auch nach Spielschluss kaum zu beruhigen. Die Platzwunde über dem linken Auge des früheren Bayern-Torjägers zeigte, wie hitzig und mitunter überhart es zwischen den Madrider Rivalen Atletico und Real beim 0:0 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zuging. Gleich in mehreren Szenen hatte es Mandzukic in Zweikämpfen mit den Real-Verteidigern heftig abbekommen. Der ehemalige Torjäger des FC Bayern München erinnerte optisch nach den 90 Minuten im Madrider Derby an Sylvester Stallone als Kino-Boxer Rocky Balboa.

Mit einer stark blutenden Platzwunde musste der Kroate nach einem Ellbogenschlag von Sergio Ramos behandelt werden. Der serbische Schiedsrichter Milorad Mazic wertete die Szene nicht als absichtliches Foul, was vielleicht noch vertretbar war.

Anders dagegen die Szene, als Dani Carvajal mit einer vermeintlichen Beißattacke und einem Faustschlag im Brustbereich gegen Mandzukic vorging. Carvajal, in der Vergangenheit für Bayer Leverkusen am Ball, kam ohne Platzverweis davon. Carvajal wies diesen Vorwurf zurück. "Ich möchte klarstellen, dass ich niemanden gebissen habe und auch nicht vorhatte, dies zu tun", teilte der Außenverteidiger via Twitter mit.

Real-Mittelfeldstar Toni Kroos, der in der vergangenen Saison noch zusammen mit Mandzukic bei den Bayern spielte, gab sich hinterher diplomatisch. "Mandzukic ist auch kein Kind von Traurigkeit. Beide haben die Gelbe Karte gesehen. Dabei sollte man es belassen", sagte Kroos dem TV-Sender Sky.

Das sieht die Europäische Fußball-Union (Uefa) womöglich anders. Die Carvajal-Aktion fand im Rücken des Schiedsrichters statt. Dem spanischen Rechtsverteidiger droht eine Sperre. Real-Coach Carlo Ancelotti versuchte die diskussionswürdigen Szenen herunterzuspielen. "Das kommt auf dem Platz vor. In solchen Spielen gibt es Kontakte unter den Spielern", sagte der Italiener.

Bei Real Madrid fürchtet man nun, dass die Europäische Fußball-Union anhand der TV-Bilder eine Ermittlung einleiten könne, schrieb die Sportzeitung "As". "Ich kann die Szene nicht einschätzen, aber wenn die Uefa etwas sieht, muss sie handeln", meinte Atletico-Kapitän Gabi, während sich Mandzukic zu dem Vorfall nicht äußerte.

Fußball wurde auch gespielt im 272. "Derbi madrileno". Dabei war der Titelverteidiger, der im Finale 2014 Atletico erst in der Verlängerung mit 4:1 niedergerungen hatte, in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Doch Gareth Bale (4. und 32.) und James Rodriguez (36. und 43.) vergaben beste Chancen.

In der zweiten Halbzeit wurde die Begegnung zerfahrener, viele versteckte Fouls waren die Folge. Von Superstar Ronaldo, der in der laufenden Champions-League-Saison schon achtmal getroffen hat, war dagegen wenig zu sehen. In der Schlussphase drehten gar die Gastgeber auf und kamen durch Mario Suarez (89.) und Mandzukic (90.) zu guten Gelegenheiten.

In einer Woche sehen sich die Rivalen am 22. April wieder - zum bereits achten Mal in dieser Saison. In den bisherigen sieben Spielen ist Atletico noch ungeschlagen (4 Siege, 3 Unentschieden). "Wir wollen das Spiel gewinnen, dann ist die Auswärtstor-Regel egal", kündigte Kroos an.

(dpa)
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