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Achtelfinal-Hinspiele in der Champions League
Paris siegt den Skandal weg

Joker Cavani schießt Paris zum Sieg gegen Chelsea
Joker Cavani schießt Paris zum Sieg gegen Chelsea FOTO: dpa
Paris. Paris St. Germain kann mitten im Skandal um ein obszönes Video auf positive Schlagzeilen in der Champions League hoffen. Der französische Serienmeister bezwang seinen Dauer-Rivalen FC Chelsea am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel mit 2:1 (1:1). Ein spätes Tor des eingewechselten Edinson Cavani (78.) öffnete PSG verdient das Tor in die nächste Runde.

"Wir sind sehr, sehr stark. Wir können mit jeder Mannschaft mithalten. Wir sind fähig, ganz, ganz Großes zu leisten", sagte der deutsche Torhüter Kevin Trapp anschließend bei Sky.

Im Rückspiel am 9. März genügt dem Verein des deutschen Torhüters Kevin Trapp ein Unentschieden in London, um wie im Vorjahr über den englischen Meister ins Viertelfinale einzuziehen. Im zweiten Spiel besiegte Benfica Lissabon am Dienstag Zenit St. Petersburg dank eines Last-Minute-Tores von Jonas (90.+1) mit 1:0 (0:0). St. Petersburgs Domenico Criscito hatte Sekunden zuvor die Gelb-Rote Karte gesehen.

Fotos: Ancelotti sieht PSG-Sieg mit Deschamps und Trapp-Freundin FOTO: afp, sd

Tagelang hatte der Skandal um Abwehrspieler Serge Aurier PSG fest im Griff. Der Ivorer hatte Trainer Laurent Blanc in einem Video auf unflätigste Weise sexuell beschimpft und dies auch noch mit dem Namen Zlatan Ibrahimovic verknüpft. Blanc warf Aurier sofort raus und zeigte sich bitter enttäuscht.

Paris blendet Skandal um Aurier aus

Ibrahimovic schien der Wirbel nichts anhaben zu können. Wie eh und je war der schwedische Superstar brandgefährlich und erzielte nach einer ausgelassenen Kopfball-Großchance auch die Führung: Seinen harmlosen Freistoß fälschte John Obi Mikel unhaltbar für seinen Torhüter Thibaut Courtois ab (39.).

Mikel hatte mit einem dummen Foul den Freistoß erst verursacht, er machte seinen Fauxpas jedoch umgehend wieder gut, als ihm nach einer Ecke von rechts kurz vor der Halbzeitpause der Ball vor die Füße fiel - er schob zum 1:1 ein (45.).

Für PSG war es fast ungewohnt, einen Gegner auf Augenhöhe zu haben - denn die französische Ligue 1 dominiert der Meister der vergangenen drei Jahre ohne ernsthaften Herausforderer. 35 Ligaspiele in Serie hat PSG saisonübergreifend nicht verloren, der Vorsprung auf den Tabellenzweiten AS Monaco beträgt nach 26 Spieltagen 24 Punkte.

Und dennoch: Der FC Chelsea ist für den von Katar kontrollierten Klub ein alter Bekannter. Zum dritten Mal in Folge treffen sich die schwerreichen Vereine in der K.o.-Phase: 2014/15 schaltete PSG die Londoner im Achtelfinale aus, ein Jahr zuvor setzten sich die Blues im Viertelfinale durch.

Achtelfinal-Hinspiele: Statistik FOTO: afp

Künftiger Bayern-Trainer Ancelotti im Stadion

Unter den 46.505 Zuschauern im Prinzenpark war auch der künftige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti, der beide Vereine trainiert hat. Chelsea, ohne den verletzten Kapitän John Terry, dafür mit dem früheren Augsburger Abdul Rahman Baba in der Verteidigung angetreten, zog sich zurück – nach elf Spielen ohne Niederlage unter dem neuen Teammanager Guud Hiddink lag der Fokus wie üblich auf der Defensive.

PSG rannte gegen den Wall mit einer hochklassigen Offensive an, doch Lucas Moura, Ibrahimovic und Angel Di Maria fanden nur selten den Weg Richtung Tor. Trapp wiederum musste sich bei PSG lange selbst warmhalten – bis er aus dem Nichts fantastisch gegen einen Kopfball von Diego Costa rettete. Beim 1:1 war er chancenlos.

(seeg/sid)
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