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Henkelpott in Madrid
Reals triumphale Rückkehr im Morgengrauen

Real-Profis präsentieren den Henkelpott im Morgengrauen in Madrid
Real-Profis präsentieren den Henkelpott im Morgengrauen in Madrid FOTO: afp, tg
Madrid. Zum elften Mal hat Real Madrid die Champions League gewonnen. Noch in der Nacht ging es aus Mailand zurück nach Madrid, wo die Spieler im Morgengrauen mit den Fans feierten.

Tausende Fans hatten die Nacht durchgemacht, um die Spieler in der spanischen Hauptstadt gebührend zu empfangen. Und sie wurden belohnt. Gegen sechs Uhr morgens landete der Real-Tross in Madrid, umgehend ging es in einen Bus und zur Plaza de Cibeles, wo Kapitän Sergio Ramos der antiken Göttin Kybele und den jubelnden Fans den Henkelpott präsentierte. Im Konfetti-Regen wurden die Spieler gefeiert.

Schon unmittelbar nach dem Spiel hatten die Profis von Real Madrid ihren elften Triumph in der Fußball-Königsklasse ausgelassen gefeiert. Sie holten ihre Familien auf den Rasen und warfen Trainer Zinédine Zidane in die Luft. "Das ist ein besonderer Moment, ein magischer Moment, den die Spieler und die Fans verdienen, die immer hier waren", sagte Reals Superstar Cristiano Ronaldo, der den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte.

Real-Profis feiern mit ihren Familien FOTO: dpa, chc nic

Auch der deutsche Weltmeister Toni Kroos, der seinen zweiten Titel in der Königsklasse nach dem Triumph mit dem FC Bayern 2013 feiern konnte, schwärmte nach dem hart erkämpften Erfolg: "Das hat man sich wahrscheinlich nie erträumt, und ich glaube, dass das was Großes ist."

Diego Simeone entschuldigt sich bei Atlético-Fans

Bei Verlierer Atlético saß der Schock über die zweite Final-Niederlage nach dem 1:4 nach Verlängerung vor zwei Jahren in Lissabon tief. "Was mir weh tut, ist, die Menschen zu sehen, die für ihr Ticket bezahlt haben und nach Mailand gekommen sind", sagte Trainer Diego Simeone. "Ich habe es nicht geschafft, ihnen das zu geben, was sie wollten."

Fassungslos standen die Atlético-Profis auch Minuten nach dem letzten Elfmeter auf dem Rasen, die Hände in die Hüften gestemmt oder das Trikot über den Kopf gezogen. "Wir sind am Boden zerstört. Das ist ein weiterer sehr trauriger Tag für unsere Geschichte", gab Kapitän Gabi zu. Stürmer Antoine Griezmann, der kurz nach der Pause einen Elfmeter verschossen und damit die große Chance auf einen früheren Ausgleich vergeben hatte, sagte: "Man muss aus diesen Dingen lernen und stärker zurückkommen."

Ronaldo bejubelt entscheidenden Elfer im Finale "oben ohne" FOTO: afp

Atlético hatte nach der Real-Führung durch ein Tor von Sergio Ramos (15. Minute) ein beeindruckendes Comeback geschafft. Yannick Ferreira-Carrasco (79.) gelang noch der Ausgleich, doch im Elfmeterschießen hatte Real dann das bessere Ende für sich.

Nach Ronaldos verwandeltem Elfmeter stürmten seine Teamkollegen auf den Platz und begruben den Portugiesen in einer Jubeltraube unter sich. "Der Gewinn einer Champions League ist das größte der Gefühle", schwärmte Zidane, der nach fünf Monaten als Trainer der Profis seinen ersten großen Titel gewinnen konnte. "Ich will jetzt nur diesen Triumph genießen, dann schauen wir weiter", kündigte der Franzose zu Beginn des Party-Marathons in Mailand und Madrid an.

(areh/dpa)
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