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Champions-League-Finale
Kroos auf den Spuren von Ronaldo, Eto'o und Deschamps

Fotos: Toni Kroos – Riesen-Talent, Heynckes-Zögling, Weltmeister
Fotos: Toni Kroos – Riesen-Talent, Heynckes-Zögling, Weltmeister FOTO: dpa, te nic
Madrid. Zwei Titel hat Toni Kroos seit seinem Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2014 geholt. Im Königsklassen-Finale gegen Atlético Madrid kann nun eine bedeutende Trophäe dazukommen. Kroos will gewinnen - und damit als erster Deutscher einem elitären Klub beitreten.

Die Mission EM-Titel muss warten. Bevor Toni Kroos sich mit der deutschen Nationalmannschaft auf das Turnier in Frankreich vorbereiten kann, steht für den Weltmeister das bislang wichtigste Spiel der Saison an: Im Finale von Mailand hat er die Chance auf seinen zweiten Champions-League-Titel nach dem Erfolg mit dem FC Bayern München vor drei Jahren. "Es wird schwer, wie immer gegen Atlético", sagte der 26-Jährige vor dem Madrider Stadtduell um Europas Fußball-Krone am Samstag (20.45 Uhr/Live-Ticker). "Wir müssen ein sehr, sehr gutes Spiel abliefern", forderte Kroos.

Zwei Titel hat der frühere Bundesliga-Profi mit den Königlichen seit seinem Wechsel vom FC Bayern im Sommer 2014 gewonnen. Direkt im ersten Jahr holte Real mit Kroos den Europäischen Supercup und gewann die Klub-Weltmeisterschaft - danach gab es aber im Pokal, in der Meisterschaft und in der Champions League nichts mehr zu holen. Die Chance gegen Atlético will Kroos daher nun unbedingt nutzen. "Wir sind gut genug, um unser Spiel durchzuziehen", kündigte er an. "Wir arbeiten hart, um im Finale unsere beste Leistung bringen zu können."

Diese deutschen Legionäre erreichten das Finale FOTO: dpa, fux

Mit 26 schon fast alles erreicht

Trotz seiner erst 26 Jahre ist Kroos bereits Weltmeister, deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Klub-Weltmeister. Sowohl bei Real als auch im DFB-Team ist der Blondschopf unumstrittener Stammspieler und Spielmacher, er lenkt das Spiel aus dem Mittelfeld mit seinen Pässen und ist zudem extrem torgefährlich. Beim 0:0 im Halbfinal-Hinspiel gegen Manchester City brachte Kroos 75 seiner 76 Pässe und damit 98,7 Prozent der Zuspiele zum Mitspieler - ein beeindruckender Wert.

Auch Bundestrainer Joachim Löw weiß, was er an seinem Regisseur hat. Die Entwicklung des Ex-Müncheners in Madrid lobte er zuletzt auch in der "Süddeutschen Zeitung": "Auch bei den Bayern war er top, in Madrid hat er dennoch noch einmal einen Sprung gemacht." Dass der Bundestrainer in den ersten Tagen der EM-Vorbereitung in der Schweiz nun wegen des Königsklassen-Endspiels auf den Profi verzichten muss, lässt sich angesichts der Titel-Chance für Kroos wohl verschmerzen.

Deutsche Rekordspieler der Champions League FOTO: dpa, kne wok hak

Ob der Mittelfeldspieler sich möglicherweise mit einem Titel von Real verabschiedet oder in Zukunft weiter für die Königlichen aufläuft, scheint noch nicht klar zu sein. Spanische und englische Medien bringen den Weltmeister immer wieder mit Clubs wie Manchester United, Manchester City oder Paris Saint-Germain in Verbindung. Kroos selbst hat sich zu seinen Zukunftsplänen noch nicht geäußert.

Kroos in einer Riege mit den Weltstars?

Zunächst aber will er als bislang erst 13. Spieler mit zwei verschiedenen Vereinen die Champions League gewinnen. Kroos wäre der erste Deutsche, dem das gelingt und würde in einer Reihe stehen mit Weltstars wie Didier Deschamps, Clarence Seedorf, Samuel Eto'o oder Cristiano Ronaldo, die alle bereits zwei Königsklassen-Titel haben.

Doch der Respekt vor Atlético, gegen das Real in der Liga zuletzt 2013 gewinnen konnte, ist bei dem 64-maligen Nationalspieler groß. "Sie haben Barcelona und Bayern München geschlagen, zwei der besten Teams der Welt, also verdienen sie auch, im Finale zu sein", urteilte er. "Sie werden wie immer als ein starkes Team auftreten und das müssen wir auch machen. Dann haben wir gute Chancen, zu gewinnen."

Fotos: Ronaldo bricht Training ab FOTO: dpa, cdv mr
(dpa)
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