EM-Stars im Porträt: Dado Prso: Auf dem Gipfel seines Erfolgs
zuletzt aktualisiert: 13.04.2004 - 10:47Zagreb (rpo). Der schwergewichtige Kettenraucher und Stammgast diverser Nachtklubs, Dado Prso, stand sich selbst im Weg. Als fast keiner mehr an seinen Durchbruch glaubte, gewann der Kroate seine Selbstdisziplin zurück und zeigte es allen.
Von ganz unten nach ganz oben: So ungefähr vollzog sich bislang die Laufbahn des Dado Prso. Bis zur Wahl zu "Kroatiens Fußballer des Jahres 2003" legte der Torjäger des AS Monaco einen langen Weg zurück. In der Heimat bei Hajduk Splits Junioren und selbst in der Provinz ausgemustert, emigrierte Prso nach Frankreich.
Nach dem Abgang bei Zweitligist FC Rouen heuerte der 1,90-m-Hüne bei Viertligist St. Raphael an und musste auch wieder als Automechaniker arbeiten. Einige Knieoperationen schürten Zweifel an seinem Durchbruch.
Mit Liebe zum Erfolg
Nach seiner Heirat indes fand der Goalgetter die Erfolgsspur. Übergewicht, Zigaretten und Lotterleben - binnen Monaten kein Thema mehr. Monaco wurde auf den neuen Musterspieler aufmerksam, "parkte" Prso aber erst in Liga drei bei AJ Ajaccio. Als die Monegassen den Stürmer letztlich zurückbeorderten, war die Wende geschafft.
Im Frühjahr 2003 gab Prso sein Nationalmannschafts-Debüt mit einem Tor und kam im vorigen Herbst ganz groß raus: Zunächst trug Prso sich an seinem 29. Geburtstag bei Monacos 8:3 gegen Deportivo La Coruna mit vier Toren in die Rekordbücher der Champions League ein und löste kurz darauf in den EM-Playoffs gegen Slowenien durch sein 1:0-Siegtor im Rückspiel (Hinspiel: 1:1) Kroatiens Ticket nach Portugal. Seitdem genießt Dado Prso auf dem Balkan Helden-Status.
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