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Lionel Messi, Joseph Blatter, Michel Platini ap 2009
  Foto: AP, AP
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Weltfußballer 2009: Der kleine Messi ist der Größte

zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 - 21:22

Zürich (RPO). Lionel Messi ist zum Weltfußballer des Jahres 2009 gekürt worden. Der Argentinier setzt sich bei der Wahl gegen den Portugiesen Cristiano Ronaldo, den Brasilianer Kaka und die beiden Spanier Andres Iniesta und Xavi durch. Das gab der Weltverband Fifa auf seiner Gala in Zürich bekannt.

Dagegen blieb Europameisterin und EM-Torschützenkönigin Inka Grings das i-Tüpfelchen auf das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere versagt.

Während Messi am Montagabend vom Weltverband FIFA besten Spieler 2009 gekrönt wurde und damit die Nachfolge von Portugals Glamourboy antrat, musste die erstmals nominierte Duisburgerin Grings ebenso wie die dreimalige Titelträgerin Birgit Prinz der Brasilianerin Marta den Vortritt lassen, die zum vierten Mal in Folge geehrt wurde und damit vor der zweitplatzierten Prinz jetzt alleinige Rekordhalterin ist. Auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen hatte Inka Grings einen schweren Autounfall, war aber unverletzt geblieben.

Messi, der als erster Argentinier zum Weltfußballer gewählt wurde, blieb trotz der Auszeichnung durch Fifa-Präsident Joseph S. Blatter und Michael Platini, den Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA), bescheiden. "Ich bin nicht der König der Welt. Natürlich freue ich mich, aber ich fühle mich nicht wie der Beste", sagte der 22-Jährige und gab die Lobeshymnen an seine Mannschaft weiter: "Das Beste ist Barca."

Ein bisschen Stolz klang bei seiner Dankesansprache aber doch durch: "Es ist großartig, diesen Preis auch noch zu gewinnen. Es ist eine Ehre, da auch die Kollegen abgestimmt haben."

Messi, der Ronaldo bereits den Goldenen Ball als Europas Fußballer des Jahres entrissen hatte, gewann in diesem Jahr mit den Katalanen alles: Champions League, Meisterschaft, Pokal, europäischer und spanischer Supercup - zudem bescherte er Barca am Samstag höchstpersönlich zum ersten Mal in der 110-jährigen Geschichte den Titel bei der Klub-WM.

Klarer Sieg für Messi

Von den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften wurde der Siegeszug des Offensivkünstlers, der im kommenden Jahr mit Barca im Achtelfinale der Champions League auf den VfB Stuttgart trifft, wie erwartet honoriert. Messi deklassierte mit 1073 Punkten Ronaldo (352).

Der teuerste Spieler der Welt, der im Sommer für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid wechselte, durfte sich zumindest mit dem Puskas-Preis für das schönste Tor 2009 trösten. Auf den Plätzen folgten Spaniens Europameister Xavi (196), der Brasilianer Kaka (Real Madrid/190) und der Spanier Andres Iniesta, Klubkollege von Messi und Xavi beim FC Barcelona (134)

Deutsche Profis waren in Zürich unter den Finalisten einmal mehr nicht vertreten. Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack vom FC Chelsea schaffte es nach seinem 14. Platz im Vorjahr zwar unter die besten 23 Spieler, fiel bei der Vorauswahl aber erneut durch das Sieb. Als einziger deutscher Spieler hatte Lothar Matthäus in den Jahren 1990 und 1991 den Sprung zum Weltfußballer geschafft.

Dafür waren bei den Frauen immerhin zwei deutsche Torjägerinnen in der Endausscheidung. Dabei hatten viele vor allem Grings zugetraut, den Titel zu holen. Die 31-Jährige hatte das DFB-Team in Finnland mit einem Torrekord (sechs) zum EM-Titel geschossen und zudem mit dem FCR Duisburg den UEFA-Pokal gewonnen.

Dass es am Ende nur zu Platz fünf (216) reichte, war Inka Grings angesichts der turbulenten Anreise letztlich aber egal. "Da unser geplanter Flug von Düsseldorf wegen des schlechten Wetters gestrichen worden war, sind wir mit dem Auto nach Frankfurt gefahren. Dort sind wir auf der Autobahn mit einem Lkw zusammengestoßen und dann an die Leitplanke geprallt. Das war wie Billard", sagte Grings, die erst kurz vor der Gala im Kongresshaus in Zürich eintraf. Schon die Sportler-des-Jahres-Gala am Sonntag in Baden-Baden hatte die 31-Jährige wegen der widrigen Witterung verpasst.

Immerhin Zweite hinter Marta (833) wurde Birgit Prinz (290), die aber nicht in Zürich war, weil sie mit einer fiebrigen Grippe das Bett hüten musste. Noch vor Inka Grings landeten die Engländerin Kelly Smith (252) und die Brasilianerin Cristiane (239).

Quelle: seeg

 
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