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Völler und Rummenigge bei Neustart: DFB fordert erneut: "Keine Macht den Drogen"

zuletzt aktualisiert: 19.01.2001 - 11:59

Berchtesgaden (sid). Elf Jahre nach dem Auftakt vor der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien startet die Kampagne "Keine Macht den Drogen" wieder durch. Auf einer Pressekonferenz am Samstag in Berchtesgaden werden Bundesinnenminister Otto Schily, DFB-Teamchef Rudi Völler (Foto) und Bayern-Vize-Präsident Karl-Heinz Rummenigge die neuen Aktionen erläutern.

Auf über 88.000 Plakaten wird bundesweit der neue Slogan propagiert: Sport gegen Gewalt und Drogen! Für die Fotomotive stellten sich neben Rudi Völler auch Skisprung-Ass Martin Schmitt, die siebenmalige Kanu-Olympiasiegerin Birgit Fischer, 800-m-Olympiasieger Nils Schumann und dessen Freundin, Hochspringerin Amewu Mensah, unentgeltlich zur Verfügung.

Zur aktuellen Frage, ob auch der Leverkusener Ex-Coach Christoph Daum, der Kokainkonsum eingestanden hatte, Repräsentant der Kampagne werden kann, meinte Fedor Radmann: "Die Frage eines Einsatzes von Christoph Daum zur Unterstützung der Keine Macht den Drogen-Kampagne in welcher Form auch immer stellt sich für uns momentan nicht. Wir können uns nur auf die Meinung der Experten beziehen, die der Ansicht sind, dass Christoph Daum zunächst selbst Hilfe benötigt." Radmann, Vizepräsident des Organisationskomitees der WM 2006, ist auch Vorsitzender des Beirates des gemeinnützigen Vereins KMDD e.V..

Das Gesamtkonzept wird flankiert durch einen neuen Internetauftritt unter www.KMDD.de, einer Spendenhotline, unter der Karl-Heinz Rummenigge gegen eine Gebühr von fünf Mark die Notwendigkeit der Mithilfe erläutert (Tel: 0190 - 016166) sowie einem Aktionsprogramm mit Schwerpunkten wie "Rollerblade Nights" und Streetball-Turnieren.

"Sport gegen Gewalt und Drogen" wird vom Innenministerium mit zwei Millionen Mark unterstützt. Das finanzielle Volumen der Kampagne beläuft sich auf annähernd zehn Millionen Mark, das von den Mitgliedsfirmen des Fachverbandes der Außenwerbung und dem BMI aufgebracht wird.

Nach bald elf Jahren kann "Keine Macht den Drogen" auf eine stolze Bilanz zurückblicken. Der Erfolg läßt sich zwar in Zahlen ausdrücken: Ein Bekanntheitsgrad von über 84 Prozent und über 15.000 Veranstaltungen, doch das viel wichtigere Ergebnis der Arbeit ist nur schwer messbar.

Professor Knut Föckler, Vorsitzender des Fördervereins Keine Macht den Drogen: "Jedes Kind, das durch die Aktion oder auf Grund anderer präventiver Maßnahmen vom Konsum legaler oder illegaler Drogen abgehalten wird, ist ein positiver Beitrag. Es gilt in erster Linie den gewaltigen Versorgungskampagnen der Drogendealer entsprechende Lebensalternativen entgegenzustellen."

Quelle: RPO Archiv

 
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