DFB-Pokal: Bayern wollen Frust gegen Ingolstadt abbauen
zuletzt aktualisiert: 26.10.2011 - 13:03München (RPO). David gegen Goliath im DFB-Pokal: Der FC Bayern München empfängt Zweitligist FC Ingolstadt und will sich den Frust von der Niederlage in Hannover von der Seele schießen. Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Sensation.
Der arme FC 04 Ingolstadt: Der benachbarte Zweitligist soll zum Auftakt der bayerischen Derby-Tage den ganzen Frust von Bayern München zu spüren bekommen. Nach der 1:2-Niederlage bei Hannover 96 in der Bundesliga brennt der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwoch (20.30 Uhr/Live-Ticker) im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals auf Wiedergutmachung. Die Münchner wollen zudem Selbstvertrauen für die anstehenden Spiele in der Liga gegen die bayerischen Rivalen Nürnberg und Augsburg sowie für das vorentscheidende Duell in der Champions League gegen den SSC Neapel tanken.
"Wir werden eine neue Serie starten, angefangen mit dem Pokalspiel gegen Ingolstadt und am Samstag in der Liga gegen den 1. FC Nürnberg", kündigte Trainer Jupp Heynckes schon einmal an. Der Rückschlag von Hannover werde den FC Bayern "noch mehr antreiben. Wir kommen deshalb nicht von unserer Spur ab. Unser Ziel ist das Finale, wir wollen nach Berlin", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem ungleichen Duell zwischen dem Bundesliga-Spitzenreiter und dem Zweitliga-Schlusslicht.
Butt steht im Tor
Obwohl Heynckes ankündigte, rotieren zu lassen und etwa Jörg Butt im Tor den Vorzug vor Stammkraft Manuel Neuer zu geben, machte er dem Außenseiter wenig Hoffnung. "Wir werden nicht den Fehler begehen und sie unterschätzen. Wir werden uns so intensiv vorbereiten wie immer und gar nichts dem Zufall überlassen", betonte er.
Butt habe den Einsatz "verdient. Er verhält sich absolut professionell und sehr positiv. Er ist nach wie vor ein Klassetorwart." Ansonsten sei er sich "noch nicht im Klaren, was ich ändern werde", sagte Heynckes. Möglich ist, dass er die zuletzt erkrankten Bastian Schweinsteiger und Daniel van Buyten schont. Beiden sei es am Tag vor dem Spiel "nicht wesentlich besser" gegangen, berichtete Heynckes. Unabhängig von der Anfangsformation war er sich sicher: "Die, die spielen werden, werden alles geben."
Görlitz feiert Wiedersehen
Kaum eine Chance rechnet sich indes der FC Ingolstadt gegen den großen Rivalen aus der knapp 80 Kilometer entfernten bayerischen Hauptstadt aus. "Wir können ohne Druck aufspielen und uns mit einem knappen Ergebnis Selbstvertrauen für die Liga holen", sagte Andreas Görlitz vor dem Wiedersehen mit den Bayern, bei denen er von 2004 bis 2010 unter Vertrag stand.
Mit einem breiten Grinsen fügte der Ex-Nationalspieler an: "Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in einer kleinen Krise stecken, weil sie ihre Ligaspiele zuvor verloren haben. Mit einem leichten Vorteil für die Münchner."
Trainer Benno Möhlmann betonte, dass er das große Spiel angesichts der "prekären Lage in der Liga" gar nicht richtig genießen könne. Dennoch werde seine Mannschaft "engagiert und mutig" auftreten und "versuchen, mit mehr als einem Stürmer in die gegnerische Hälfte zu kommen". Den Euphorikern im Umfeld riet der erfahrene Coach jedoch, "nicht von großen Wundern zu träumen".
Auch Audi-Chef Rubert Stadler, dessen Unternehmen beide Vereine sponsert, hat wenig Hoffnungen für den FCI, der am Wochenende in Aachen 1:3 verlor. Auf die Frage in einem Interview mit dem Donaukurier nach seinem Tipp, antwortete er süffisant: "Einstellig!"
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