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Zwischenfälle bei Pokalspiel in Dortmund
Union spricht von dilettantischer und chaotischer Organisation

Tausende Union-Fans wollen ins Dortmunder Stadion
Tausende Union-Fans wollen ins Dortmunder Stadion FOTO: dpa, a soe
Dortmund. Rund um das Spiel zwischen Borussia Dortmund und Zweitligist Union Berlin ist es in Dortmund zu Ausschreitungen gekommen. Die Berliner erheben in einer Mitteilung schwere Vorwürfe.

Wie die Polizei mitteilt, wurden am Mittwochabend drei Personen in Gewahrsam genommen und 28 Strafanzeigen gestellt. Zudem seien insgesamt 23 Personen leicht verletzt worden, darunter sechs Polizeibeamte. Anhänger der Gäste hatten am Dortmunder Hauptbahnhof Böller gezündet, zudem kam es zu Auseinandersetzungen bei der Einlasskontrolle. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. 

Die Berliner wiesen in einer scharf formulierten Pressemitteilung die Verantwortung für die Ausschreitungen energisch von sich. Stattdessen habe "eine dilettantische und chaotische Organisation vor Ort zu erheblichen Beeinträchtigungen für tausende Gästefans" geführt, wie es in der Stellungnahme der Eisernen hieß.

Die Zustände im Hauptbahnhof und am Stadion seien unerträglich gewesen, wegen der organisatorischen Abläufe seien Tausende Union-Fans gleichzeitig am Stadion angekommen. "Die Dimensionierung der Kontrollanlagen und das Tempo der Einlasskontrollen waren vollkommen ungeeignet, die im Vorfeld bekannte Anzahl an Gästefans in angemessener Weise aufzunehmen", heißt es weiter. Rund 10.000 Union-Fans hatten ihre Mannschaft zum Spiel beim Vize-Meister begleitet.

Den Eisernen droht unabhängig von den Vorfällen am Einlass ein Nachspiel durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB), nachdem im Gäste-Block in der zweiten Halbzeit und der Verlängerung immer wieder Pyrotechnik gezündet wurde.

 

(areh/sid)
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