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Dortmund peilt DFB-Pokalfinale an
Auf Anfield soll kein zweites "Endfield" folgen

BVB-Stars trauern nach Viertelfinal-Aus gegen Liverpool
BVB-Stars trauern nach Viertelfinal-Aus gegen Liverpool FOTO: dpa, ss
Berlin/Dortmund. Nach dem bitteren Aus von Liverpool kämpft Borussia Dortmund in Berlin um seine letzte Titelchance. Trainer Tuchel schwört den BVB auf ein "Endspiel vor dem Endspiel" ein – der Anfield-Albtraum soll sich nicht wiederholen.

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Die Tränen von Anfield sind getrocknet, das Wechsel-Hickhack um Ilkay Gündogan rückt in den Hintergrund: Bei Borussia Dortmund zählt nun einzig und allein die letzte Titelchance, der Traum vom DFB-Pokal. "Wir wollen noch zweimal nach Berlin", stellt Kapitän Mats Hummels vor dem Halbfinal-Trip zu Hertha BSC am Mittwoch (20.30 Uhr/Live-Ticker) unmissverständlich klar.

Borussia Dortmund bleibt nur der DFB-Pokal

Liverpool - Dortmund FOTO: afp

Für den designierten Vizemeister ist es die letzte Chance, am Ende einer doch so starken Saison nicht gänzlich mit leeren Händen dazustehen. Anfang März flirtete der BVB noch mit drei Titeln: Die Meisterschaft ist aber nach den beiden Remis gegen die Bayern (0:0) und auf Schalke (2:2) längst futsch, die europäische Reise endete mit dem traumatischen 3:4 am vergangenen Donnerstag bei Jürgen Klopps FC Liverpool. Bleibt der nationale "Pott", der am 21. Mai in der Hauptstadt zu gewinnen ist.

"Es war von Anfang an unser erklärtes Ziel, wieder ins Pokalfinale zu kommen. Wir sind jetzt kurz davor und müssen unsere ganze Kraft darauf ausrichten", sagt Sportdirektor Michael Zorc. Es wäre das vierte Jahr mit einem großen Finale in Serie - dummerweise blieb dem BVB bei den vorigen dreien nur die Rolle des Gratulanten: 2013 verlor Dortmund das Champions-League-Endspiel gegen die Bayern (1:2), 2014 (0:2 n.V. gegen Bayern) und 2015 (1:3 gegen Wolfsburg) im DFB-Pokal.

"Ein Endspiel vor dem Endspiel"

Die schwarze Serie kann Dortmund mit zwei Siegen in Berlin durchbrechen, deshalb hat Trainer Thomas Tuchel das Halbfinale vorsorglich zu "einem Endspiel vor dem Endspiel" erklärt: "Da werden wir sehen, ob wir schon Lehren gezogen haben." Lehren nämlich aus dem leichtfertigen und höchst unnötig Verspielen des 3:1-Vorsprungs in Liverpool.

Die Leistung beim 3:0 gegen Hamburg - allerdings mit einer B-Elf sowie den beiden international nicht vorgeschädigten Felix Passlack und Christian Pulisic in der Startelf - gab zwar Anlass zur Hoffnung, dass der Liverpool-Knacks nicht allzu groß aus gefallen ist. Doch der Charakter des Halbfinals ist ein ganz anderer: Anfield 2.0 gewissermaßen.

Erinnerungen an Aus beim FC Liverpool

"Die Konstellation ist ähnlich wie in Liverpool: ein K.o.-Spiel, ein Auswärtsspiel, ein sehr euphorisierter Gegner voller Selbstvertrauen mit totaler Unterstützung durch das Heimpublikum", meint Tuchel, da werde man "die Erfahrung brauchen, die wir in Liverpool gemacht haben". Damit auf Anfield kein zweites "Endfield" folgt.

Ruhe herrscht derweil an den Dortmunder Nebenkriegs-Schauplätzen: Die Sau des angeblich spruchreifen Gündogan-Wechsels, die am Wochenende einmal mehr durchs Dorf getrieben wurde, ist nach einem Machtwort Zorcs vorerst wieder eingefangen. Die jüngsten Gerüchte um Neuverpflichtungen (Mario Götze, Romelu Lukaku) werden nicht weiter kommentiert. Und der zuletzt in der Liga ungewohnt ungefährliche Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (nur ein Treffer in sechs Spielen) steht trotz leichter Fußblessur wohl in Berlin zur Verfügung.

(spol/sid)
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