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BVB im DFB-Pokal
Liverpool spukt noch im Kopf herum – Aubameyang fällt aus

Die Verträge der BVB-Stars
Die Verträge der BVB-Stars FOTO: dpa, dm fpt
Dortmund. Die Saison verlief bisher besser als erwartet. Damit sie nicht ohne Titel endet, geht der BVB das Halbfinale gegen Hertha mit voller Konzentration an. Ein Trauma wie in Liverpool soll es nicht noch einmal geben.

Endspiel vor dem Endspiel – knapp eine Woche nach dem Europa-League-Trauma beim FC Liverpool (3:4) will Borussia Dortmund den nächsten schmerzlichen Knockout unter allen Umständen vermeiden. "Es wäre heuchlerisch zu sagen, dass dieses Spiel bereits verarbeitet ist. Epische Schlachten bitte nur noch mit positivem Ausgang", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Halbfinale des DFB-Pokals am Mittwoch bei Hertha BSC (20.30 Uhr/Live-Ticker).

Verzichten muss der BVB auf Pierre-Emerick Aubameyang. Wie eine medizinische Untersuchung am späten Mittwochnachmittag ergab, hat sich der Torjäger eine Knochenabsplitterung im rechten Fuß zugezogen. Die Hoffnungen von Tuchel auf eine nur leichte Blessur erfüllten sich daher nicht. Aubameyang hatte am Vortag das Training vorzeitig abgebrochen. Als Ersatz könnte der ehemalige Berliner Adrian Ramos in die Startelf rücken.

Ein Sieg soll dem Bundesliga-Tabellenzweiten die letzte Chance erhalten, die bisher starke Saison auch mit einem Titel zu veredeln. Tuchel gab die Zielrichtung vor: "Wir wollen ins Finale – mindestens."

In Anbetracht der Tatsache, dass die Berliner Profis von ihrem ersten Pokalendspiel in der eigenen Stadt träumen, geht der Fußball-Lehrer mit großem Respekt in die Partie beim Tabellenvierten: "Sie haben eine einmalige Chance und strahlen großes Selbstvertrauen aus. Für uns ist es eine der schwersten Aufgaben, die man im Halbfinale haben kann."

Zorc hofft auf Trotzreaktion

Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc hofft auf eine Trotzreaktion der Mannschaft: "Es war von Anfang an unser erklärtes Ziel, wieder in das Pokalfinale zu kommen. Wir stehen kurz davor und müssen unsere Kraft daraus ausrichten. Es wäre das Sahnehäubchen."

Trotz der Last-Minute-Schlappe bei den vom ehemaligen Dortmunder Jürgen Klopp gecoachten "Reds" gibt es keinen Grund, an der eigenen Klasse zu zweifeln. "Wäre der doofe Donnerstag in Liverpool nicht gewesen, wäre die Saison fantastisch", befand Mats Hummels. Das Urteil des BVB-Kapitäns kommt nicht von ungefähr. Nie zuvor in der Vereinshistorie standen nach 30 Bundesligapartien bereits 71 Punkte zu Buche – selbst in der Saison 2011/2012 nicht, als der BVB am Ende mit der damaligen Rekordbilanz von 81 Zählern Meister wurde.

Um Kräfte für das Duell mit der Hertha zu schonen, hatte Tuchel beim 3:0 am Sonntag über den Hamburger SV gleich acht Profis geschont. So standen Stammkräfte wie Marco Reus, Henrich Mchitarjan oder Lukasz Piszczek gar nicht erst im Kader. Am Mittwoch wird Tuchel jedoch auf Experimente verzichten und auf seine vermeintlich stärkste Startelf setzen.

Kommentaren, dass die eigentliche positive Saison ohne Titel wertlos wäre, widersprach der Coach vehement: "Ich habe keine Lust, all das, was die Mannschaft ausstrahlt, an ein oder zwei Spielen aufzuhängen und darüber nachzudenken, was passiert, wenn wir verlieren. Wir fühlen uns in der Lage, am Mittwoch zu gewinnen."

(lnw)
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