| 19.47 Uhr

Vier Verletzte
Union-Fans werfen Böller auf Polizisten

Union-Fans verzögern Wiederanpfiff durch Pyro-Show
Union-Fans verzögern Wiederanpfiff durch Pyro-Show FOTO: dpa, a soe
Dortmund. Ein versuchter Sturm auf den Stadioneingang, Polenböller und andere Pyrotechnik – Ordnungskräfte und Polizei waren beim DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin auf einen intensiven Abend vorbereitet, konnten aber nicht verhindern, dass am Ende 23 Leichtverletzte zu Buche stehen.

Bereits am Tag vor der Partie hatten Fans des Zweitligisten durchsickern lassen, dass sie anlässlich des Zweitrundenspiels eine große Pyroshow planen. Dass einige Berliner Fans tatsächlich viel brennbares Material bei sich trugen, mussten die Dortmunder Polizei schon bei der Anreise der Gäste erfahren. Vier Polizisten wurden am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs verletzt, weil ein Berliner Anhänger einen sogenannten Polenböller auf die Beamten geworfen habe, berichtet die Dortmunder Polizei.

Zu weiteren Zwischenfällen kam es bei den Einlasskontrollen. Einige Gäste-Fans versuchten offenbar, direkt ins Stadion zu stürmen – womöglich auch, um die Einlasskontrollen zu umgehen. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei, bei denen nach Polizeiangaben 15 Fans durch den Einsatz von Pfefferspray sowie ein Beamter verletzt wurden. Weiterhin seien zwei unbeteiligte Personen verletzt worden, eine durch Pyrotechnik, eine weitere durch ein Körperverletzungsdelikt. Der Einlass verzögerte sich und die Partie konnte erst 15 Minuten später angepfiffen werden.

Die Berliner wiesen in einer scharf formulierten Pressemitteilung die Verantwortung für die Ausschreitungen energisch von sich. Stattdessen habe "eine dilettantische und chaotische Organisation vor Ort zu erheblichen Beeinträchtigungen für tausende Gästefans" geführt, wie es in der Stellungnahme der Eisernen hieß.

Trotz der Kontrollen konnten es die Sicherheitskräfte nicht vermeiden, dass die Anhänger der "Eisernen" ihre angekündigte Pyroshow zu Beginn der zweiten Halbzeit planmäßig durchführten und so auch den Wiederanpfiff verzögerten.

Die Abreisephase nach dem Sieg der Dortmunder im Elfmeterschießen gestaltete sich dagegen unproblematisch. Insgesamt nahm die Dortmunder Polizei bei ihrem Einsatz drei Personen in Gewahrsam und stellte 28 Strafanzeigen.

Ein lange Verschnaufpause haben aber weder Fans, noch Spieler und Polizei. Bereits am Samstag steht das Revierderby gegen Schalke 04 auf dem Spielplan.

(ak)
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