Drei Platzverweise und eine bittere Pleite: Der 1. FC Köln ist nach einer peinlichen Vorstellung im Viertelfinale des DFB-Pokals an Zweitligist FC Augsburg gescheitert und schon vor Beginn des Karnevals in Katerstimmung.
Bei den Kölnern wurden Adil Chihi (30.), Nationalspieler Lukas Podolski acht Minuten nach seiner Einwechslung (68.) und der Portugiese Petit (86.) des Feldes verwiesen.
Podolski rastete nach dem Platzverweis aus und wollte sogar auf Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) losgehen.
"Emotionen gehören zum Spiel, ich habe nichts Dramatisches gemacht", erklärte Podolski.
Was war passiert? Nur acht Minuten nach seiner Einwechslung in der 60. Minute leistete sich der 24-Jährige zunächst ein Foul, schmiss mit Sand, klatschte dann Schiedsrichter Kinhöfer für dessen Freistoßpfiff höhnisch Beifall und quittierte die darauffolgende Verwarnung mit einem erhobenen Daumen.
Diese Verhöhnung ließ sich Kinhöfer nicht bieten und schickte Podolski mit Gelb-Rot vom Platz.
Der zehn Millionen Euro teure Podolski, der sich schon zuletzt aufgrund seiner mäßigen Leistungen und seiner Verletzungen immer mehr vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind entwickelt hatte, sah nach dem Schlusspfiff immerhin seinen Fehler ein.
"Ich war beim Schiri und habe mich entschuldigt", meinte der teuerste Spieler der Kölner Klubgeschichte.
Podolski wollte seinen Platzverweis allerdings nicht als Grund für die Pleite gelten lassen: "Die Gelb-Rote Karte hat das Spiel nicht entschieden. Wir haben es im Spiel vergeigt."