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DFB-Pokal-Achtelfinale
Schalke jagt gegen Köln den Rekord, aber Tedesco warnt

DFB-Pokal: FC Schalke 04 empfängt im Achtelfinale den 1. FC Köln
Schalke-Trainer Domenico Tedesco. FOTO: dpa, hpl
Schalke 04 geht als klarer Favorit in das Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Köln, aber der Tabellenletzte schöpft nach dem ersten Bundesliga-Saisonsieg wieder Hoffnung und kämpft um seinen neuen Trainer.

Die Unbesiegbaren von Schalke 04 jagen ihren Vereinsrekord, da sollten die Serienverlierer des 1. FC Köln eigentlich kein Hindernis sein. Doch nach dem ersten Saisonerfolg in der Bundesliga geht der Tabellenletzte mit neuem Mut in das DFB-Pokal-Achtelfinale beim Zweiten - und mit besonderer Motivation: Denn Aushilfstrainer Stefan Ruthenbeck kämpft um einen Langzeitjob. "Es muss eine Perspektive da sein", sagte der 45-Jährige vor dem Gastspiel in Gelsenkirchen am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker).

Mit dem 1:0 gegen den VfL Wolfsburg hatten die Kölner am Samstag ihre Serie von 16 Bundesligaspielen ohne Sieg - mit 13 Niederlagen - beendet. Und plötzlich ist Ruthenbeck, der ehemalige U19-Coach, der nach der Trennung von Peter Stöger eigentlich nur bis zur Winterpause einspringen sollte, eine mögliche Dauerlösung. In der Mannschaft findet er immer mehr Fürsprecher. Er habe "ein gutes Gefühl" mit dem neuen Trainer, meinte Torwart Timo Horn.

Der neue Sport-Geschäftsführer Armin Veh muss entscheiden, ob er Ruthenbeck die schwierige Aufgabe in der Rückrunde mit neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zutraut. Eine Überraschung auf Schalke würde dem Ex-Coach von Greuther Fürth wohl den ersten Bundesliga-Job als Cheftrainer bescheren. "Es gibt Dinge, die geklärt werden müssen. Die Gespräche werden am Mittwoch laufen", sagte Ruthenbeck: "Der Job hier macht mir richtig Spaß. Ich bin Kölner, das ist mein Verein."

Ruthenbeck: "Schalke ist stark, aber du kannst jeden weghauen"

Wie man die Königsblauen ärgern kann, haben die Kölner erst vor gut zwei Wochen gezeigt - beim 2:2 im letzten Spiel unter Stöger. "Wir haben ihnen schon einmal wehgetan", meinte Ruthenbeck, "Schalke ist stark, aber du kannst jeden weghauen."

Schalke hat seit dem 23. September (0:2 bei 1899 Hoffenheim) nicht mehr verloren - in zwölf Pflichtspielen. Länger ungeschlagen blieben die Gelsenkirchener zuletzt von November 2006 bis Februar 2007 (13 Spiele) - die längste Serie innerhalb einer Saison. Vereinsrekord saisonübergreifend sind 17 Partien ohne Niederlage von April bis September 1977.

Am Rand einer Niederlage hatten die Schalker "Mentalitätsmonster" schon mehrere: Doch weder der 0:4-Rückstand im Revierderby in Dortmund noch das 0:2 am Samstag in Frankfurt warf die Königsblauen aus der Bahn. "Wir pushen uns und glauben bis zuletzt an uns", sagte Erfolgstrainer Domenico Tedesco, der den Traditionsklub nach dem enttäuschenden zehnten Platz in der vergangenen Saison wieder auf Europacupkurs gebracht hat.

Abheben darf auf Schalke aber niemand, dafür sorgt der Bundesliga-Novize tagtäglich. Auch vor dem Schlusslicht warnt Tedesco. "Wir wissen, dass es ein Brocken sein wird", sagte er am Montag, "jeder wird nach fünf Minuten merken: Es gibt Probleme." Dank der akribischen taktischen Arbeit ihres Trainers findet die Mannschaft immer häufiger eine Antwort darauf - und ist seit fast drei Monaten unbesiegt.

(sid)
 
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