| 18.26 Uhr

DFB-Pokalfinale in Berlin
Fans feiern friedlich auf dem Alex-Meier-Platz

DFB-Pokal: Friedliche Party auf dem Alex-Meier-Platz
Die Fans von Eintracht Frankfurt haben den Alexanderplatz in Berlin kurzerhand in Alex-Meier-Platz umbenannt. FOTO: rtr, ax/PAS
Berlin. Zehntausende Fans von Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt stimmen sich in Berlin auf das Pokalfinale ein. Die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft - bislang verläuft die Party friedlich.

Die jubelnden Fans von Eintracht Frankfurt machten bei strahlendem Sonnenschein aus dem Alexanderplatz den "Alex-Meier-Platz", die Anhänger von Borussia Dortmund feierten seit den Morgenstunden am Zoo. Die Party vor dem DFB-Pokal-Finale verlief am Samstag in Berlin feuchtfröhlich und zunächst friedlich - sie stand aber auch unter dem Eindruck der Attentate in Manchester und am Breitscheidplatz.

Dort, wo am 19. Dezember der LKW-Anschlag verübt worden war, legten die Fans beider Vereine einen verknoteten Fanschal nieder, sie gedachten der Opfer. Die Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt waren aufgrund der jüngsten Ereignisse in höchster Alarmbereitschaft und zeigten Präsenz. 2300 Beamte waren im Einsatz.

Vor dem Anpfiff des Endspiels (20 Uhr/Live-Ticker) hatte das Konzept Erfolg. "Wir sind sehr zufrieden", sagte ein Sprecher der Hauptstadt-Polizei dem SID um 17.30 Uhr. Bislang habe es keine Ingewahrsamnahmen gegeben, in der Stadt und vor dem Olympiastadion herrsche eine "positive Grundstimmung".

Zu kleinen Zwischenfällen kam es am Nachmittag am Breitscheidplatz. Dortmunder Anhänger hatten "einige wenige" Pyrofackeln gezündet, sagte der Polizei-Sprecher. Von den Tätern wurden die Personalien festgestellt, die Final-Tickets (sofern vorhanden) einkassiert.

Die Polizei rechnete mit rund 100.000 Besuchern im Zusammenhang mit dem Finale, ins Stadion passen rund 75.000 Fans. Entsprechend umfangreich sind die Sicherheitsvorkehrungen. Das sommerliche Wetter begünstigte aber die gute Stimmung. "Ausfälle" wegen übermäßigen Alkohol-Genusses habe es bislang nicht gegeben", teilten die Beamten mit.

Berlins Innensenator Andreas Geisel hatte im Vorfeld betont, die Stadt sei "auf solche Fälle wie jetzt in Manchester vorbereitet". Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erklärte, die Sicherheitsmaßnahmen für das DFB-Pokal-Finale "befinden sich seit vielen Jahren auf einem sehr hohen Niveau, auch im internationalen Vergleich". Für das diesjährige Finale sehe man sich "bestmöglich aufgestellt und vorbereitet".

Um 9.30 Uhr kamen am Bahnhof in Berlin-Spandau mehrere Hundert Fans an, die Polizei sei "mit einem entsprechenden" Aufgebot vor Ort gewesen. Viele Fans waren zudem in Berlin-Zehlendorf, wo der BVB am Morgen noch ein leichtes Training absolviert hatte.

Die Frankfurter klebten am "Alex" die Namensänderung in Anspielung auf ihren "Fußballgott" und Kapitän Alexander Meier kurzerhand über einen Eingang des U-Bahnhofs. Über der Erde ging da längst die Party los. Vor dem Anpfiff Partie gingen rund 3000 Frankfurter Fans vom Theodor-Heuss-Platz zum Stadion.

Bis Sonntag läuft zudem der Evangelische Kirchentag, durch den ebenfalls rund 100.000 Menschen zusätzlich die Straßen der Hauptstadt bevölkern.

(sid)
 
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