| 08.43 Uhr

Bochum - Bayern 0:3
Bayern siegen nach Anlaufschwierigkeiten souverän

Robben fällt, Simunek fliegt, Müller verschießt
Robben fällt, Simunek fliegt, Müller verschießt FOTO: dpa, jhe hpl
Bochum. Der FC Bayern München steht zum siebten Mal in Serie im Halbfinale des DFB-Pokals. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten siegte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola am Ende standesgemäß 3:0 (1:0) beim Zweitligisten VfL Bochum. Von Robert Peters

Mit der Rolle des Buhmanns im Fußball-Westen kennt Arjen Robben sich aus. Auch am Mittwoch in Bochum war der Stürmer des FC Bayern München nicht gerade Liebling der Massen. Bei jeder Ballberührung begleitete ihn ein inniges Pfeifkonzert. Verdient hatte es sich der Niederländer, weil sein Gegenspieler Nummer eins, Timo Perthel, nach einem Zweikampf verletzt vom Platz musste. Und weil sein Gegenspieler Nummer zwei, Jan Simunek, nach einem mit Elfmeter geahndeten Foul an Robben die Rote Karte sah. Die Pfiffe beeindruckten weder den Holländer noch seine Mannschaft nachhaltig. Mit einer ziemlich durchschnittlichen Vorstellung und einem 3:0 zogen die Münchner beim Zweitligisten ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.

"Ich fand, das war eine Schwalbe", meinte VfL-Trainer Gertjan Verbeek nach dem Spiel bei Sky: "Mit zehn kann man gegen Bayern nicht gewinnen. Wir haben unglaublich hart gearbeitet." Robben verteidigte sich: "Das war der letzte Mann, es war ein klares Foul. So sind die Regeln. Danach war das Spiel entschieden."

Die Bayern hatten es mit einem Gegner zu tun, der mutigen Ankündigungen Taten folgen ließ. Er habe einen Plan, hatte Trainer Gertjan Verbeek gesagt. Es war schnell zu sehen, was dieser Plan war. Der VfL warf all seine Wucht in die Zweikämpfe und attackierte den prominenten Gegner. Der fand deshalb zunächst mal überhaupt nicht in seinen Rhythmus. Dem Bayern-Spiel fehlte das Tempo, der Überraschungseffekt und auf tiefem Boden die Schnelligkeit in den Ballpassagen.

Auf Lewandowski ist Verlass

Auf die kühle Treffsicherheit des Münchner Mittelstürmers Robert Lewandowski war dennoch Verlass. Thomas Müller spielte ihn kurz vor der Pause frei, und der Pole ließ dem Bochumer Torwart Manuel Riemann keine Abwehrchance. Riemann hielt sein Team im Spiel, als er den Foulelfmeter von Müller wenig später parierte. Er verhinderte damit eine frühzeitige Entscheidung.

Das sollten die Bayern im zweiten Durchgang nachholen, den sie weitgehend mit dem gesamten Feldspieler-Personal gegen den dezimierten Gegner in der Bochumer Hälfte verbrachten. Als Thiago den Rückpass von Müller zum 2:0 für die Gäste ins Netz gestochert hatte, war der Weg ins Halbfinale frei. Lewandowski erhöhte noch. In Unterzahl brachte der VfL Bochum den Rekordmeister nicht mehr unter Druck. Selbst die Pfiffe gegen Robben verloren an Lautstärke. Und so schickte sich auch das Bochumer Publikum in die erwartete Niederlage. Große Vorwürfe musste es seiner Mannschaft nicht machen.

Quelle: RP
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