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Bayern-Keeper über Schmidt-Aussagen
"Im ausländischen Fußball sind solche Worte normaler"

Fotos: Manuel Neuer – Weltmeister, DFB-Kapitän
Fotos: Manuel Neuer – Weltmeister, DFB-Kapitän FOTO: dpa, jhe kno
München. Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer hat für Leverkusens Trainer Roger Schmidt durchaus Verständnis gezeigt.

"Man denkt in so einer Situation nicht daran, dass da ein Mikrofon steht und das dann gleich alles in die Öffentlichkeit getragen wird. Da hat man es als Spieler auf dem Platz einfacher. Im ausländischen Fußball sind solche Worte normaler. Dafür sind wir auch ein bisschen deutsch", sagte der Torwart von Bayern München vor dem Pokalspiel des Rekordmeisters am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) gegen den FC Augsburg.

Schmidt war am Montag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach seinem flegelhaften Auftritt gegen Trainerkollege Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim, den er als Spinner bezeichnet hatte, für zwei Spiele gesperrt qeworden. Der 49-jährige befand sich noch in der Bewährungsfrist nach Vorkommnissen im Heimspiel gegen Borussia Dortmund im Februar dieses Jahres.

Zugleich warnte Neuer vor Teil eins der Augsburg-Woche vor dem FCA. "So ein K.o.-Spiel ist schwierig, weil jeder Fehler bestraft werden kann. Man kann schnell draußen sein, wenn nicht alles funktioniert", sagte Neuer. Bereits am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) kommt es in der Bundesliga zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Klubs.

Der FCA sei "für jede Mannschaft ein unangenehmer Gegner. Das ist ein richtiges Team, das eng zusammenarbeitet. Dazu kommt noch der Derby-Charakter", führte Neuer weiter aus.

In zwölf Pflichtspielen gegen den FCA seit dessen Aufstieg 2011 hatte es jedoch zehn Bayern-Siege gegeben, zwei davon im Pokal-Achtelfinale. "Wir fragen uns seit Jahren, wie man gegen Bayern bestehen kann, und sind auf der Suche nach einem Rezept. Die beiden Spiele zeigen, dass die Suche danach nicht vergebens ist", sagte FCA-Manager Stefan Reuter der "Bild".

Priorität habe zwar, "in der Liga zu bleiben. Das steht über allem. Mein Traum ist es allerdings, im Pokal zu überwintern", betonte Reuter: "In den vergangenen beiden Jahren sind wir immer kurz vor Weihnachten gegen Bayern ausgeschieden. Das reicht jetzt!"

(sid)
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