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Mehr Konzerte und höhere Auslastung
Düsseldorf will mehr von der Arena profitieren

Fortuna Düsseldorf vs Borussia Mönchengladbach: Arena ausverkauft
Rund 46.000 Zuschauer kamen in der Zeit der 1. Liga im Schnitt zu einem Heimspiel in die Arena, heute Abend ist sie ausverkauft. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Am Dienstag treffen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal aufeinander. Das Stadion ist dann ausverkauft. Darüber freut sich nicht nur die Fortuna, sondern auch die Stadt, die am Arena-Umsatz beteiligt ist. Von Uwe-Jens Ruhnau

In Düsseldorf wird wieder geträumt. Fortuna ist aktuell die Nummer 1 der 2. Fußball-Bundesliga. Kommt es zum Aufstieg, ist das für die Auslastung der Arena ein Segen. Davon profitiert auch die Stadt Düsseldorf durch höhere Mieteinnahmen und Umsatzbeteiligungen. Bei Konzerten und Events ist Wachstum bereits fest eingeplant. Das will der international erfolgreiche Hallenmanager Michael Brill sicherstellen, der seit diesem Monat neben Hilmar Guckert Geschäftsführer bei der Stadttochter Düsseldorf Congress Sport & Events (DCSE) ist. Die aktuellen Arena-Fakten:

  • Fortuna

Endlich gibt's heute wieder mal eine ausverkaufte Arena. Darüber durfte man sich in der Erstligasaison der Fortuna 2012/'13 sechs Mal freuen, im Folgejahr nur noch einmal. Das war's seitdem. Ähnlich sieht's beim Zuschauerschnitt aus. In der 1. Liga kamen rund 46.000 Fans zu den Heimspielen, in der vorigen Saison waren es noch 26.000.

Fortuna ist Hauptnutzer der Arena. Mit DCSE ist vereinbart, den Verein an Vermarktungserfolgen zu beteiligen, die er mit generiert. Die Vermarktung selbst (etwa beim Catering) wollte DCSE nicht aus der Hand geben, als der Vertrag mit Fortuna verlängert wurde. Auf jeden Fall ein Plus: Anders als die finanzschwache DEG ist Fortuna mittlerweile ein verlässlicher Mietzahler. Steigt der Verein auf, soll es mehr Vip-Plätze geben. Eine Verdopplung der heute gut 2000 Plätze ist vorgesehen, wenn die Fußball-EM 2024 nach Deutschland und damit auch nach Düsseldorf kommt.

  • Konzerte

Bei DCSE gibt es jetzt zwei Bereiche: Guckert ist für die Kongresse zuständig, Brill für Live-Entertainment und Sport. "Hochinteressante Veranstaltungen und viel Leben" sollen die Arena laut Brill bald kennzeichen. Nach zuletzt zwei oder drei Konzerten im Jahr verspricht er für 2018 "mindestens sechs Konzerte". Bis jetzt steht nur Helene Fischers Auftritt fest. Erstmals soll es 2018/'19 einen "Stadionwinter" geben. Der Boden ist dann ausgelegt, die Bühne aufgebaut, das Dach zu, die Halle beheizt. Ideal für einen zusätzlichen Stopp einer Tournee oder Konzerte, die von einer kleineren in eine größere Halle aufsteigen könnten. Brill hofft auf zwei bis drei Konzerte.

  • Geld

In den letzten Jahren hat die Stadt jährlich rund zwölf Millionen Euro für die Tilgung der Arena-Baukredite zugeschossen. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche ist Geschäftsführer der Arena-Besitzgesellschaft und will diesen Betrag "ab 2019 in den einstelligen Bereich drücken".

Der Vertrag mit Namenssponsor Esprit läuft 2019 aus. Verhandlungen mit potenziellen Nachfolgern laufen. In der 2. Liga wird heute knapp eine Million Euro pro Jahr fällig, für die 1. Liga muss neu verhandelt werden. Die Stadt will höhere Summen erzielen, auch durch das attraktivere Programm in der Arena insgesamt.

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Quelle: RP
 
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