| 16.23 Uhr

Zweite Runde im DFB-Pokal
Effenberg: "Wenn einer raucht, dann raucht er"

Bürki schenkt Paderborn den Führungstreffer
Bürki schenkt Paderborn den Führungstreffer FOTO: dpa, frg jhe
Düsseldorf. Die Fortsetzung der zweiten Runde des DFB-Pokals bietet jede Menge Brisanz – und einen Oberligisten, der schon von Europa träumt.

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Bei der Fortsetzung der zweiten Runde des DFB-Pokals verspricht der Auftritt von Paderborns Trainer Stefan Effenberg vor über 70.000 Zuschauern im Stadion von Borussia Dortmund Unterhaltungswert. "Es ist unser Auftrag, dort zu gewinnen", kündigte der "Tiger" an. Schalke empfängt Borussia Mönchengladbach zum zweiten Duell binnen weniger Tage.

IM RAMPENLICHT: Wenn Effenberg am Abend in die Dortmunder Arena einläuft, ist mit einem Pfeifkonzert zu rechnen. Unvergessen ist bei vielen BVB-Fans der gallige Auftritt des "Tigers" mit dem FC Bayern am 7. April 2001. Beim 1:1 zwischen dem BVB und den Münchnern gab es zehnmal Gelb für die Bayern, einmal Gelb-Rot für deren Abwehrspieler Bixente Lizarazu – und Rot für Effenberg wegen eines Bodychecks an dem Dortmunder Evanilson. Auch die Analyse des ehemaligen TV-Experten nach dem 1:5 der Borussia in München vor gut drei Wochen dürfte einigen Anhängern des BVB nicht gefallen haben. "Der BVB weiß jetzt, wo er hingehört", hatte der 47-Jährige damals bemerkt.

Der "Tiger" lässt seinen Spielern offenbar viele Freiheiten. "Wenn einer raucht, dann raucht er. Das interessiert mich nicht", sagte Effenberg der "Sport Bild": "Ich bin nicht jemand, der sich hinstellt und jeden fragt: Rauchst du? Es wird sowieso keiner den Finger heben. Außerdem setze ich ein Stück weit auf Eigenverantwortung – auch untereinander. Aber: Sollte ein Spieler in der Ausdauer, im Tempo und im Willen Defizite haben, dann könnte es Probleme geben."

VERLETZUNGSPECH: Es hört einfach nicht auf: Kapitän Martin Stranzl, Nico Schulz, Patrick Herrmann fallen aus - und jetzt fehlt auch noch André Hahn seinem Club Borussia Mönchengladbach für lange Zeit. Nach dem brutalen Foul von Schalkes Johannes Geis am Sonntag setzt ihn eine Fraktur des Schienbeinkopfes sowie ein Außenmeniskus-Riss bis mindestens Ende des Jahres außer Gefecht. "Wir freuen uns trotz der Ausfälle auf das Spiel", sagte Borussia-Coach André Schubert, dessen Ausfallliste am Dienstag sogar noch länger wurde: Angreifer Raffael ist an einer Grippe erkrankt und steht wie Roel Brouwers, der Rückenprobleme hat, nicht zur Verfügung.

AUßENSEITER TRÄUMT VON EUROPA: Fünftligist SSV Reutlingen ist gegen Eintracht Braunschweig krasser Außenseiter. Doch nach dem kuriosen 3:1-Sieg in der ersten Runde gegen Karlsruhe – Giuseppe Riccardi hatte alle drei Tore per Elfmeter erzielt – träumen die Fans des Oberliga-Clubs bereits vom nächsten Pokal-Coup. "Noch fünf Spiele bis Europa!", steht auf extra für die Partie beflockten T-Shirts.

Auch die beiden Regionalligisten Viktoria Köln und Carl Zeiss Jena hoffen am Mittwoch auf eine Sensation. Die Kölner empfangen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen, Jena spielt gegen den VfB Stuttgart. "In Jena wird's ekelhaft", meint VfB-Coach Alexander Zorniger.

LUKRATIV: Alle drei Amateurklubs haben eines gemeinsam: Sie dürfen sich über die Zusatzeinnahme von 268.000 Euro freuen. Für den Einzug ins Achtelfinale (15./16. Dezember) gäbe es bereits 527.000 Euro.

(seeg/dpa/sid)
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