Pressestimmen zum DFB-Pokal: "Tracht Prügel für die Eintracht"
zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 11:01Düsseldorf (RPO). Kantersieg für Bayern München, Spaziergänge für Titelverteidiger Werder Bremen, Schalke 04 und 1899 Hoffenheim: Am Tag nach dem großen Favoritensterben haben vier heiße Titelanwärter sich keinerlei Blößen gegeben und geschlossen das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht.
Rekordsieger Bayern setzte sich vier Tage nach dem engen Bundesliga-Duell (2:1) locker 4:0 (3:0) bei Eintracht Frankfurt durch. Der Titelverteidiger aus Bremen bezwang den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern 3:0 (2:0), der viermalige Pokalsieger Schalke 04 war beim 3:0 (1:0) bei 1860 München ebenfalls nicht in Gefahr. Auch Hoffenheim hatte beim 4:0 (0:0) gegen die TuS Koblenz nur 45 Minuten lang ein wenig Mühe.
Die Medien feiern die Bayern. "Tracht Prügel für die Eintracht", schrieb die "Frankfurter Allgemeine". Und der Berliner Kurier sah die "Klose-Explosion". Die Pressestimmen zum DFB-Pokal finden Sie hier.
Nun stehen fünf Bundesligisten, zwei Zweitligisten und ein Drittligist in den Viertelfinals am 9. und 10. Februar 2010. Am Dienstag hatte der drittklassige VfL Osnabrück Borussia Dortmund rausgeworfen (3:2), und die SpVgg Greuther Fürth blamierte den VfB Stuttgart (1:0). Der 1. FC Köln löste die Aufgabe beim Viertligisten Eintracht Trier (3:0) souverän. Zudem darf sich der FC Augsburg (5:0 gegen den MSV Duisburg) Hoffnungen auf den Einzug ins Finale am 15. Mai im Berliner Olympiastadion machen.
Ihre erste Fußball-Gala unter Louis van Gaal präsentierten starke Bayern. Nach schwachen Auftritten in den vergangenen Wochen zeigte der Rekordmeister eine ausgezeichnete Leistung und untermauerte zumindest in einem Wettbewerb seine Titelambitionen.
Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena sorgte Nationalstürmer Miroslav Klose mit einem Doppelpack (14./19. ) früh für klare Verhältnisse. Der zuletzt in die Kritik geratene Jungstar Thomas Müller erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 (29.), ehe Weltmeister Luca Toni nach dem Seitenwechsel per Flugkopfball das 4:0 (52.) erzielte.
Bremen qualifizierte sich schon zum 28. Mal für das Viertelfinale. Seit dem 13. April 1988 ist der sechsmalige Pokalsieger zuhause in "seinem" Wettbewerb ungeschlagen. Petri Pasanen (27.) und Tim Borowski (39.) sorgten vor 24.094 Zuschauern bereits vor der Pause für die Vorentscheidung. Torsten Oehrl stellte den Endstand her (76.).
"Im Moment sind wir gut drauf. Wir haben eine Riesenserie gestartet, die wollen wir weiter fortsetzen", sagte Borowski nach dem 16. Pflichtspiel ohne Niederlage in Folge. Sein Trainer Thomas Schaaf war jedenfalls zufrieden: "Entscheidend war, dass wir sehr konzentriert und engagiert gespielt haben. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben."
Schalke löste seine Pflichtaufgabe ohne Glanz und zog zum 25. Mal in die Runde der letzten Acht ein. Rafinha (18.) und Benedikt Höwedes (48./81.) bescherten dem finanziell klammen Klub weitere rund 1,5 Millionen Euro für die allzu leere Kasse.
"Wir haben gewonnen, weil wir von Beginn an gezeigt haben, dass wir hier nichts verschenken wollen. Nach dem zweiten Tor haben wir das Ergebnis souverän nach Hause gebracht und verdient die zweite Runde erreicht. Ich will aber jetzt nicht davon reden, dass wir eine Spitzenmannschaft sind", sagte Trainer und Manager Felix Magath.
Kapitän Sejad Salihovic brachte Hoffenheim mit einem direkt verwandelten Freistoß (50.) mit 1:0 in Führung. Torjäger Vedad Ibisevic (67.) erhöhte mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:0, ehe Sturmpartner Maicosuel (71.) nach einem Konter und Marvin Compper per Kopfball (90.) den 4:0-Endstand markierten.
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