Transferperiode endet am 31. Januar: Diese Klubs brauchen noch Verstärkung
VON STEPHAN SEEGER - zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 - 10:42Düsseldorf (RPO). Bis zum 31. Januar haben die Bundesligisten noch Zeit, die Mannschaft mit neuen Spielern zu verstärken oder überschüssiges Personal abzugeben. Dann endet die Transferperiode. Welcher Klub muss noch nachlegen? Wer verlässt möglicherweise noch seinen Verein? Ein Überblick über die personellen Brandherde bei den Klubs.
Borussia Dortmund
Der Kader des BVB wird in dieser Transferperiode nicht mehr verstärkt, allerdings droht dem Meister ein prominenter Abgang. Lucas Barrios will den Verein verlassen, weil er in der Hinrunde nicht über die Reservistenrolle hinaus kam und hinter dem treffsicheren Robert Lewandowski nur noch zweite Wahl ist. Manchester City, Arsenal London und Sunderland sind offenbar an einer Verpflichtung des Angreifers interessiert. "Wir kommentieren grundsätzlich keine Spekulationen", sagte BVB-Manager Michael Zorc. Dortmund will offenbar zehn Millionen Euro für Barrios haben. Geht der gebürtige Argentinier, rückt Mohammed Zidan von der Nummer drei zur Nummer zwei auf.
Werder Bremen
Auf die Abwehr-Probleme haben die Hanseaten am Mittwoch reagiert und Innenverteidiger Francois Affolter bis Ende des Jahres vom Schweizer Erstligisten Young Boys Bern ausgeliehen. Zudem sicherten sich die Bremer eine Kaufoption für den 20-Jährigen. Und stehen die Werderaner vor einem weiteren Transfer. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist Werder bereits mit Zlatko Junuzovic über einen Wechsel einig. Der 24-Jährige soll das offensive Mittelfeld beleben. Austria Wien fordert für den Spielmacher 750.000 Euro, der Vertrag soll noch am Freitag unterzeichnet werden.
1. FC Köln
Zwar ist Millivoje Novakovic wieder an Bord, dennoch ist die Besetzung im Kölner Sturm nicht bundesligatauglich. Fällt der Slowene aus, hat Trainer Stale Solbakken ein Problem. Lediglich das schwedische Talent Mikael Ishak saß in Wolfsburg als offensive Option auf der Bank. Deshalb suchen die Domstädter händeringend einen neuen Stürmer. Und die Suche wird zur Chefsache: Solbakken steht in engem Kontakt zu Boris Notzon, dem Chef des Kölner SportsLab, in dem der FC nach neuen Spielern sucht. Und es kursieren einige Namen rund um das Geißbockheim. Wunschkandidat Solbakkens ist Eder, der in Coimbra spielt. Der 24-Jährige wird allerdings auch von englischen Klubs umworben und ist nicht ganz billig. Die günstigere Variante wäre Ivan Trickovski von APOEL Nikosia. Während Solbakken nach einer Alternative sucht, weilt Sportdirektor Volker Finke beim Afrika-Cup, um mögliche Zugänge zu sichten. Allerdings nicht für die laufende Transferperioden, weshalb Solbakken nicht gut auf Finke zu sprechen ist.
Bayern München
Die Bayern haben am Donnerstag einen neuen Stürmer verpflichtet – jedenfalls kündigte der Rekordmeister das auf seiner Internetseite und bei Facebook an. Die Aktion entpuppte sich jedoch als PR-Gag. Nach dem Mittelfußbruch von Daniel van Buyten bräuchten die Bayern wohl eher auch eine Alternative in der Abwehr. Aber die Verantwortlichen schlossen einen Transfer im Winter kategorisch aus.
SC Freiburg
Rund zwölf Millionen Euro kassierten die Breisgauer für Top-Stürmer Pappis Demba Cisse. Geld, das in neue Spieler investiert werden soll. Freiburg verpflichtete als Ersatz Sebastian Freis vom 1. FC Köln, allerdings wir der Stürmer Cisse von der Qualität her nicht beerben können. Freiburg braucht im Abstiegskampf einen Torgaranten, der Cisse war, und muss noch einmal tätig werden.
Bayer Leverkusen
Nach einer durchwachwenen Hinrunde kommt der Werksklub nicht zur Ruhe. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser erklärte die Rückholaktion von Michael Ballack zu einem großen Fehler. Gut möglich, dass der ehemalige Nationalmannschaftskapitän den Verein noch in den kommenden Tagen verlässt. Ein Wechsel in die US-amerikanische Profiliga MLS steht im Raum.
1899 Hoffenheim
Ausverkauf in Sinsheim: Erst gab 1899 Hoffenheim Chinedu Obasi ab, dann wurde Vedad Ibisevic zum VfB Stuttgart verkauft. Zwei Offensivleute, die den Kraichgauern in der Rückrunde definitiv fehlen werden. Zudem baggert Stuttgart an Sejad Salihovic. Hoffenheim muss die Abgänge noch mit neuem Personal kompensieren, ansonsten könnten die Albträume von Klubboss Dietmar Hopp eintreffen: Der Mäzen sprach unter der Woche schon vom Abstieg. Im Gespräch ist nun die Verpflichtung von Marc Janko von Twente Enschede.
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