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10.000 beim Public Viewing
Dresden will zweiten Aufstiegs-Matchball nutzen

Fotos: Energie Cottbus gewinnt bei Dynamo Dresden
Fotos: Energie Cottbus gewinnt bei Dynamo Dresden FOTO: dpa, te nic
Dresden/Berlin. Den ersten Matchball hat Dynamo Dresden vergeben, am Samstag will der achtmalige DDR-Meister seine zweite Chance nutzen. Selbst eine Niederlage beim 1. FC Magdeburg könnte den Sachsen reichen.

Der Zweitliga-Aufstieg ist nur noch Formsache, doch die Euphorie bei Dynamo Dresden ist ungebrochen. Mehr als 2000 Fans begleiten den achtmaligen DDR-Meister zum wohl entscheidenden Spiel, 10.000 Anhänger verfolgen die Begegnung beim Public Viewing im heimischen Stadion - und der Gegner 1. FC Magdeburg hätte insgesamt sogar 50.000 Karten für das Duell am Samstag (14.00 Uhr/MDR) verkaufen können.

Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung des achtmaligen DDR-Meisters auf den Drittplatzierten VfL Osnabrück 15 Punkte und 27 Tore. Am Samstag soll die lang ersehnte Rückkehr in die Zweitklassigkeit auch rechnerisch perfekt gemacht werden. Selbst eine Niederlage könnte reichen, wenn Osnabrück gegen den FSV Mainz 05 II nicht gewinnt. Beim ersten Matchball am vergangenen Wochenende beim 0:0 gegen Holstein Kiel vor eigenem Publikum fehlte nur ein einziges Tor.

"Die Mannschaft war am Wochenbeginn schon ein bisschen enttäuscht, aber das ist schnell verflogen. Die Mannschaft ist gewillt, es jetzt am Wochenende über die Bühne zu bringen", sagte Trainer Uwe Neuhaus, der aber auch weiß, dass der 1. FCM beim ohnehin schon brisanten Duell der beiden ostdeutschen Traditionsklubs keine Statistenrolle einnehmen will: "Ich glaube, keine Mannschaft hat es gerne, wenn der Gegner im eigenen Stadion den Aufstieg feiern kann."

Es wäre nicht nur für Neuhaus, sondern den gesamten Verein die Krönung einer rundherum gelungenen Saison. Seit Amtsantritt des langjährigen Coaches von Union Berlin lief es sportlich fast perfekt. Zudem ging es auch finanziell aufwärts. Seit dem 21. März ist der Verein schuldenfrei - erstmals nach fast 25 Jahren. Innerhalb von 24 Monaten baute der Klub trotz Abstiegs in die 3. Liga fast sechs Millionen Euro Schulden ab. Ein Kraftakt, der sich aber zumindest in dieser Saison nicht auf die sportliche Situation auswirkte.

Vor allem wegen Neuhaus: Schon Union führte er in die Zweitklassigkeit, nun wird im das auch im ersten Jahr mit Dresden gelingen. "Der Aufstieg der ansteht, ist immer der schönste. So ist es mir eigentlich lieber, wenn man ein bisschen Vorlauf hat und es abzusehen ist", sagte Neuhaus: "Dann spielen die Nerven nicht mehr so eine große Rolle. Das hat auch etwas angenehmes."

(sid)
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