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3. Liga
Meisterfeier vertagt - Onuegbu rettet MSV Platz eins

3. Liga: MSV Duisburg muss Meisterfeier verschieben
Trainer Ilia Gruev vom MSV Duisburg. FOTO: dpa, mjh wst
Der MSV Duisburg muss seine Aufstiegsfeier noch einmal verschieben. Am 36. Spieltag der 3. Liga reichte es für den Zweitliga-Absteiger nur zu einem 1:1 (0:0) gegen Sportfreunde Lotte. Von Patrick Scherer, Duisburg

Das Szenario am Samstagnachmittag passte perfekt zur Saison des MSV Duisburg. Die Spielzeit bleibt einfach eine zähe Angelegenheit. Der Spitzenreiter der 3. Liga hätte aufgrund des Ergebnisses des Konkurrenten lediglich einen Heimsieg gegen den Tabellen-13. gebraucht, um nach einem Jahr den direkten Wiederaufstieg zu feiern. Gegen die Sportfreunde Lotte reichte es am Ende aber sogar nur zu einem glücklichen 1:1. "Dann steigen wir halt nächste Woche auf", sagte MSV-Mittelfeldspieler Ahmet Engin trotzig.

Um 15.27 Uhr blitzte auf der Videoleinwand in der MSV-Arena das Zwischenergebnis des 1. FC Magdeburg auf, das auch am Ende Bestand haben sollte. Der direkte Konkurrent hatte soeben gegen den FSV Frankfurt das 1:1 kassiert und die Vorlage für den Aufstieg geliefert. Die Duisburger Anhänger unter den 17.133 Zuschauern nahmen das beim Stand von 0:0 als Aufforderung wahr, die Lautstärke der Anfeuerung noch mal um ein paar Dezibel zu steigern. Schließlich fehlte nun, knapp 25 Minuten vor dem Ende, nur ein Tor für den Startschuss zur großen Party. Drei Minuten später wurde der Euphorieschub jäh beendet. Salio Sané traf für Lotte (70.), das ohne sechs Leistungsträger angereist war.

Die Duisburger hatten in dieser Saison schon einige Spiele gedreht. Am Samstag fehlte es gegen die Westfalen, die in dieser Saison im DFB-Pokal erst im Viertelfinale an Borussia Dortmund gescheitert waren und zuvor Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München ausgeschaltet hatten, aber die letzte Entschlossenheit. Es wirkte, als würde der bevorstehende Erfolg die Akteure lähmen. Erst in den Schlussminuten warf der MSV alles nach vorne, operierte nun mit langen Bällen. Eine Flanke von Tugrul Erat verwandelte der sonst wirkungslose Kingsley Onuegbu in der Nachspielzeit per Volley zum Ausgleich. Mehr war nicht drin.

"Manchmal ist Fußball eben kein Wunschkonzert", sagte MSV-Trainer Ilia Gruev. "Ich wäre auch lieber zuhause aufgestiegen. So müssen wir eben bis nächste Woche warten." Sorgen, dass die Meidericher den Vorsprung von fünf Punkten auf den Relegationsplatz in den letzten beiden Spielen noch verspielen könnten, gibt es bei den Duisburger Verantwortlichen keine. Für die leicht verspätete Aufstiegssause braucht der MSV nun entweder am kommenden Samstag bei Fortuna Köln (13.30 Uhr) oder am darauffolgenden Samstag, 20 Mai, im Heimspiel gegen den FSV Zwickau (13.30 Uhr) einen Sieg.

 
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