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3. Liga
Bielefeld nach "Drecksspiel" wieder auf Kurs

Bielefeld jubelt über Pokal-Coup gegen Gladbach
Bielefeld jubelt über Pokal-Coup gegen Gladbach FOTO: dpa, frg jai
Köln. Arminia Bielefeld ist im Derby gegen Preußen Münster wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und im Derby gegen Preußen Münster wichtige Punkte gesammelt.

Den Pokal-Fluch bewältigt, die nächsten drei Punkte für den direkten Wiederaufstieg im Sack und vor einer Rekordkulisse den nächsten Rivalen abgeschüttelt: Bei Drittliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld ist die Welt nach der Rückkehr in die Erfolgsspur durch den 2:1 (0:1)-Triumph in der 3. Fußball-Liga im Westfalen-Derby gegen Preußen Münster wieder rundum in Ordnung.

"Es ist atemberaubend und nicht mit Worten zu beschreiben, solch ein Drecksspiel noch durch zwei Standardsituationen zu gewinnen", sagte Siegtorschütze Julian Börner und gewährte einen Einblick in die Glückseligkeit der Ostwestfalen.

Eine Woche nach dem neuerlichen Einbruch nach einem Pokal-Coup beim 0:2 bei Dynamo Dresden konnte die Freude bei den Arminen nicht überraschen: Fünf Wochen vor Saisonschluss hat die Mannschaft von Trainer Norbert Meier im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze weiterhin ein Sechs-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz drei (MSV Duisburg) und haben noch einen Zähler mehr Vorsprung auf den Tabellenvierten Stuttgarter Kickers.

"Die Ergebnisse der anderen zeigen, wie wichtig unser Sieg gegen Münster war", verdeutlichte Meier den Stellenwert des Erfolgs und breitete über die schwache Vorstellung im ersten Durchgang gnädig den Mantel des Schweigens: "Ich muss meine Spieler für ihre Mentalität nach der Pause loben. In dieser Phase der Saison kann es aber auch nicht immer Fußball-Feste geben, sondern da dürfen es einmal dreckige Siege sein."

Ob glanzvoll oder nicht: Die Fans sind nach Bielefelds bisherigen Erfolgen in Liga und Pokal heiß auf die Arminia. Die Begeisterung besonders auch für den Halbfinal-Hit im DFB-Pokal am 29. April (Mittwoch) gegen Bundesligist VfL Wolfsburg war schon gegen Münster greifbar: 25.172 Zuschauer bedeuteten eine Verbesserung von Bielefelds Saisonrekord um gut 7000 Besucher.

Auch in Duisburg dürfen die Fans zwei Jahre nach dem Zwangsabstieg auf eine Rückkehr ins Unterhaus hoffen. Die Meidericher legten im Kampf um Platz zwei mit Holstein Kiel durch ein 3:2 (0:1) gegen Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus vor. Kiel musste sich am Sonntag beim Halleschen FC mit einem 2:2 (0:1) begnügen, blieb allerdings im zwölften Spiel in Folge ungeschlagen. Der Rückstand auf die Arminia beträgt fünf Zähler. Rafael Kazior (59./75.) sicherte den Störchen nach einem 0:2-Rückstand mit seinem Doppelschlag den Punkt in Halle.

Hinter dem Spitzentrio rangieren die Stuttgarter Kickers unverändert in Lauerstellung. Die Schwaben liegen nach dem 2:1 (1:1) im Lokalduell mit dem VfB Stuttgart II und wahrten damit ihre Chancen. Münster hingegen musste durch die Niederlage in Bielefeld abreißen lassen und hat nun schon acht Zähler Rückstand auf Duisburg.

Im Tabellenkeller war die SpVgg Unterhaching ein großer Sieger. Der Ex-Bundesligist hat durch sein 2:1 (0:0) gegen Hansa Rostock das rettende Ufer in unmittelbarer Reichweite. Der Chemnitzer FC schwang sich unterdessen zur besten Ost-Mannschaft der Liga auf. Die Sachsen setzten sich gegen Rot-Weiß Erfurt mit 2:1 (0:0) durch und rückten vorläufig auf den sechsten Rang vor. Dresden verpasste unterdessen durch das 0:1 (0:1) bei Fortuna Köln die Chance zum Sprung in die obere Tabellenhälfte.

(sid)
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