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MSV Duisburg
Burgplatz feiert in Weiß und Blau

MSV Duisburg: Burgplatz feiert in Weiß und Blau
Die Mannschaft trinkt im Rathaus auf die Meisterschaft und den Aufstieg. Hier feiern v.l.: Martin Dausch, Kevin Wolze und Stanislav Iljutcenko. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der MSV Duisburg feierte auf dem Rathausbalkon zusammen mit 6.000 Fans die Meister- und Aufstiegsparty. Derweil ist MSV-Präsident Ingo Wald zuversichtlich, die noch zu schließende Finanzlücke im Etat zu schließen. Von Volker Poley

Nach so einem beeindruckenden Sieg lässt's sich besonders gut feiern. Mit 5:1 hatte der MSV den Gast aus Zwickau am Samstag geschlagen und nach dem bereits in der Vorwoche klar gemachten Aufstieg in die 2. Bundesliga die Saison zusätzlich noch mit der Drittliga-Meisterschaft veredelt.

Rund 6.000 Fans waren am Sonntagmittag am Rathaus dabei, um dort gemeinsam mit der Mannschaft Aufstieg und Meisterschaft gebührend zu feiern. In Partylaune war auch das Team des frischgebackenen Aufsteigers, das pünktlich um halb eins mit dem Mannschaftsbus am Rathaus-Hintereingang vorgefahren war.

MSV-Profis feiern Aufstieg auf Rathausbalkon FOTO: Christoph Reichwein

Bevor es auf den Rathaus-Balkon ging, beglückwünschte OB Sören Link Mannschaft, Trainerstab und Offizielle zum dem Erreichten. "Ihr seid zurecht aufgestiegen...", stellte Duisburgs Oberbürgermeister klar und ergänzte: "...auch wenn ihr es manchmal spannend gemacht habt." Mit dem Wunsch, "dass es diesmal keinen Abstieg gibt" forderte er die Spieler auf, den Tag gemeinsam mit den Fans zu genießen: "Das ist euer Tag."

Mit dem Blick auf das noch anstehende Endspiel um den Niederrhein-Pokal in Essen wünschte sich Duisburgs erster Bürger: "Jetzt holt noch das Double." Als kleine Anerkennung der Stadt überreichte Link dem Drittliga-Meister eine Torte mit der Aufschrift "Wir sind wieder da". Mannschaftskapitän Kevin Wolze revanchierte sich mit dem aktuellen Aufstiegs-T-Shirt, das sich Sören Link auch prompt überstreifte. Nach dem offiziellen Teil ging's dann endlich auf den Balkon, wo sich Team und Anhänger gegenseitig lautstark feierten.

MSV feiert den Aufstieg mit den Fans FOTO: Christoph Reichwein

Unter den Fans war auch Martin Hibbeln. Der frühere Rollhockey-Bundesligaspieler der RESG Walsum war mit Familie und Freunden in die City gekommen, um den Aufstieg zu feiern. "Das war ganz klar ein 'Muss' für den Verein, es ging schon um die Existenz des MSV", zeigte sich Hibbeln froh über das erreichte Ziel. Sein Freund Wolfgang Neugebauer hat den Abstieg im letzten Jahr noch nicht verwunden: "Das musste nicht sein, Ziel kann jetzt nur der Klassenerhalt sein."

Tanja, Gabi und Claudia stehen bei jedem Heimspiel in der Fan-Kurve und unterstützen von dort aus "ihren MSV". Jetzt warteten sie auf dem Rathausvorplatz auf ihre Lieblingsspieler "King" Onuegbu, Kevin Wolze und Mark Flekken. Für die kommende Saison ist das Fan-Trio recht optimistisch: "Mit einigen neuen Spielern klappt das schon." Als ausgewiesener MSV-Fan war auch Filmforum-Chef Kai Gottlob beim Rathaus-Empfang live dabei. Einen sofortigen Abstieg möchte er nicht noch mal erleben, glaubt aber auch, dass man aus den Fehlern gelernt hat: "Ich habe großes Vertrauen in das Management, so was wird nicht mehr passieren."

Respekt zeigte er vor der Leistung des MSV im letzten Spiel gegen den FSV Zwickau, vor dem das Team ja zu Wochenbeginn auf Mallorca mannschaftsintern kräftig gefeiert hatte. "Vielleicht sollte man die Mannschaft immer vor wichtigen Spielen für ein paar Tage zum Ballermann schicken", meinte Gottlob mit einem verschmitzten Lächeln.

Ratsherr Thomas Susen (CDU) fängt mit Kleinkram beim Feiern offensichtlich gar nicht erst an. Er hatte sich - seit dem Wahlerfolg seiner Partei am letzten Wochenende ohnehin in Dauer-Feierlaune - direkt das eigentlich für die Balkonparty gedachte randvolle Mega-Pilsglas geschnappt. "Ich glaube fest, dass es in der kommenden Zweitliga-Saison besser läuft und hoffe, dass der MSV sich langfristig dort etablieren kann", so MSV-Fan Susen. Zum Fan-Song "Wir sind alle Duisburger Jungs" zog sich das Team dann langsam zurück, vor dem Rathaus ging die Party dagegen noch lange weiter.

Und ein böses Erwachen - wie beim Lizenzentzug vor vier Jahren - sollte es wegen der noch zu schließenden Finanzlücke im Etat auch nicht geben. Das versicherte der Präsident Ingo Wald gegenüber der Rheinischen Post: "Wir sind da auf einem sehr guten Weg, ich bin da absolut zuversichtlich."

Quelle: RP
 
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