| 08.20 Uhr

MSV Duisburg
Keine Zeit für hängende Köpfe

Duisburg - Kaiserslautern
Duisburg - Kaiserslautern FOTO: dpa, a kno
Duisburg. Die Reaktion der Fans erweckte den Eindruck, als sei dem MSV Duisburg soeben ein furioser Auftakt in die Zweitligasaison gelungen. Das Gegenteil war jedoch der Fall - die "Zebras" bekamen am Freitagabend von starken Gästen aus Kaiserslautern ihre Grenzen aufgezeigt.

Die Anhänger verziehen ihrem Team die 1:3-Niederlage schnell – wohlwissend, dass am kommenden Samstag mit dem VfL Bochum der nächste Prüfstein auf die "Zebras" wartet. "Wir haben jetzt erst ein Spiel gespielt und stellen nicht sofort alles in Frage. Der Zusammenhalt im Team und mit den Fans zählt jetzt, dann können wir das Spiel in Bochum auch positiv angehen", sagte Torhüter Michael Ratajczak, der an allen drei Gegentoren schuldlos war.

Trainer Gino Lettieri erkannte die Stärke des Gegners an, haderte aber auch mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. "In der ersten Halbzeit waren wir gedanklich und von der Schnelligkeit her einen Schritt hinter Kaiserslautern. Die drei Tore waren dann leider alle Steilvorlagen von uns." In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft jedoch Präsenz gezeigt und eine Reihe guter Chancen gehabt – von der jedoch nur eine in Gestalt von Branimir Bajic genutzt wurde. Sein Team brauche nach zwei Jahren in den Niederungen der dritten Liga Zeit, um fußballerisch in der zweitstärksten Spielklasse anzukommen. "In drei bis vier Spielen wird sich die Mannschaft besser an die zweite Liga gewöhnt haben", so Lettieri.

Die Eingewöhnung muss dem MSV ohne Enis Hajri gelingen. Der Verteidiger hatte sich in der Vorbereitung auf das Saisonauftaktspiel einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen. Das wurde am Wochenende bekannt. Hajri ist damit bereits der fünfte Profi, der den Duisburger wegen einer Verletzung fehlt.

(jasi)
 
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