| 18.58 Uhr

Essen - Duisburg 0:2
MSV Duisburg gewinnt den Niederrheinpokal

Niederrheinpokal-Finale 2017: MSV Duisburg gewinnt 2:0 bei Rot-Weiss Essen
Nach dem Aufstieg dürfen die Zebras nun auch den Sieg im Niederrheinpokal bejubeln. FOTO: dpa, rwe
Essen. Zweitliga-Aufsteiger MSV Duisburg ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen setzen sich die Meidericher mit 2:0 durch und dürfen sich nun Niederrheinpokalsieger nennen. Von Patrick Scherer, Essen

Simon Brandstetter und der Niederrheinpokal. Das passt einfach zusammen. Vier Pokalspiele hatte der 27-Jährige bis zum Finale absolviert. In jedem steuerte der Stürmer ein Tor zu den Siegen des MSV Duisburg bei. Seine Serie hielt auch am Donnerstag im Finale gegen Rot-Weiss Essen. Brandstetters Führungstreffer brachte die Meidericher auf den Weg zum Pokalsieg. Am Ende wurde der Drittliga-Meister und kommende Zweitligist seiner Favoritenrolle gerecht, gewann gegen den Regionalligisten mit 2:0 und krönte seine Saison mit dem Double.

17.000 Zuschauer verbrachten Christi Himmelfahrt nicht etwa am Baldeneysee, sondern lieber im Stadion Essen. Sie dürften ihre Entscheidung in den ersten 20 Minuten stark hinterfragt haben. Ein Klassenunterschied war zunächst nicht zu erkennen, konstruktiver Angriffsfußball ebenfalls nicht. Es war schwere Kost. Der Essener Marcel Platzek sorgte dann mit dem ersten, wenn auch harmlosen, Torschuss für dankbaren Applaus. Von da an wurde die Partie etwas lebendiger. Stanislav Iljutcenko war nach einer Ecke aber zu überrascht, um den MSV aus fünf Metern in Führung zu bringen (29.). Das erledigte dann zwei Minuten darauf Brandstetter, der ein Zuspiel von Fabian Schnellhardt technisch fein verarbeitete und mit einem trockenen Flachschuss vollendete.

Unterbrechung wegen Pyrotechnik

Im zweiten Durchgang unterbrach Schiedsrichter Sven Heinrichs die Partie direkt nach Wiederanpfiff, da beide Fanlager Pyrotechnik zündeten. Kurz danach jubelte der Duisburger Anhang ein zweites Mal. Kevin Wolze verwandelte einen Freistoß aus etwa 20 Metern mit einem sehenswerten Schlenzer zum 2:0 (48.).  RWE nahm den Zwei-Tore-Rückstand als Anreiz wahr, nun auch mal mehr in die Offensive zu investieren. Mehr als einen zu Recht wegen Abseits nicht anerkannten Treffer brachten die Hausherren aber nicht zustande. Und spätestens als Stürmer Platzek zehn Minuten vor dem Abpfiff Torhüter Mark Flekken bereits ausgespielt hatte und frei vor dem Tor noch einen Duisburger Spieler auf der Linie anschoss, war klar: Eine Wendung wird es hier nicht mehr geben.

Die Essener Fans widmeten sich daraufhin mehr und mehr dem Protest gegen die Aufstiegsregelung in der Regionalliga. "Meister müssen aufsteigen" und "Relegation abschaffen" stand auf zahlreichen Plakaten. Seit 2013 gibt es eine Aufstiegsrunde mit sechs Teams aus den fünf Regionalligen. Nur drei steigen in die Dritte Liga auf. Davon ist Essen aber ohnehin noch ein Stück entfernt. Die abgelaufene Saison beendete Rot-Weiss auf Platz fünf. Trostpflaster: Durch den Duisburger Aufstieg ist RWE als Pokalfinalist ebenfalls für die erste Runde des DFB-Pokals in der nächsten Saison qualifiziert.

Während Brandstetters Pokalserie hielt, riss die von Rot-Weiss. 2015 und 2016 gewann Essen den Niederrheinpokal. Nun steht die goldene Trophäe in der Nachbarstadt.

 
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