1. Bundesliga 16/17
| 10.03 Uhr

Eklat um Stürmer Proschwitz
Effenberg gesteht Fehler in "Penis-Affäre" ein

Fotos: Effenberg leitet erstes Training nach Paderborns Eklat
Fotos: Effenberg leitet erstes Training nach Paderborns Eklat FOTO: dpa, frg nic
Paderborn. Trainer Stefan Effenberg hat sich erstmals seit Bekanntwerden der "Penis-Affäre" um Stürmer Nick Proschwitz zu den Vorfällen im Trainingslager des Zweitligisten SC Paderborn geäußert und dabei eigene Fehler eingestanden.

"Selbstverständlich bin ich als Chef-Trainer für die Aufsichtspflicht mitverantwortlich", wurde der 47-Jährige in einer Pressemitteilung gestern zitiert.

Er habe die mit zwei freien Abenden gewährten Freiheiten für seine Spieler angesichts von insgesamt 20 Trainingseinheiten und drei Testspielen "als angemessen angesehen", so Effenberg weiter: "Aus heutiger Sicht waren diese Maßnahmen wohl ein Fehler, da mein Vertrauen von einigen wenigen Spielern nicht zurückgegeben worden ist." Verantwortlich seien jedoch einzelne Spieler, "die den Ruf unserer Mannschaft mit vielen einwandfreien Charakteren beschädigt haben".

Bezüglich seiner eigenen Zukunft beim abstiegsbedrohten Bundesliga-Absteiger gab sich Effenberg kämpferisch. "Ich bin dafür bekannt, dass ich vor der Verantwortung gerade in Drucksituationen nicht weglaufe", sagte der frühere Nationalspieler: "Und ich weiß ganz genau, was ich brauche, um diese Prüfung zu bestehen." SCP-Präsident Wilfried Finke hatte am Montag erklärt, dass Effenberg im Amt bleibe, den Druck auf den Trainernovizen jedoch erhöht: "Er muss liefern."

Am Abschlussabend des Trainingslagers im türkischen Belek hatte Torjäger Proschwitz in der Sportsbar eines Fünf-Sterne-Hotels in Anwesenheit einer Angestellten der Agentur, die das Trainingslager organisiert hatte, sowohl sein Geschlechts- als auch sein Hinterteil entblößt. Der 29-Jährige wurde vom Verein mit sofortiger Wirkung freigestellt.

(sid)
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