1. Bundesliga 16/17
| 11.19 Uhr

"Anti-Fußball"-Vorwürfe
Effenberg anwortet schnippisch auf Rangnicks Kritik

Porträt: Stefan Effenberg: Vom Bayern-Star zum erfolglosen Trainer-Novizen
Porträt: Stefan Effenberg: Vom Bayern-Star zum erfolglosen Trainer-Novizen FOTO: dpa, ho nic
Stefan Effenberg vom stark kriselnden Zweitligisten SC Paderborn hat die Kritik seines Trainerkollegen Ralf Rangnick zurückgewiesen.

Nachdem der Leipziger Rangnick gesagt hatte, Paderborn habe im Ligaspiel am Freitag (0:1) "mit zehn Mann 90 Minuten Manndeckung" gespielt, konterte Effenberg in der "Bild": "Die vier hochkarätigen Chancen, ein regulärer Tor, das aberkannt wurde, das Torschussverhältnis von 9:9, sowie die mehr gewonnenen Zweikämpfe sprechen deutlich eine andere Sprache. Ich wünsche Herrn Rangnick trotzdem alles Gute."

Rangnick, der mit den Leipzigern als Tabellenführer auf Aufstiegskurs liegt, hatte die Paderborner Spielweise belächelt. "Das habe ich zuletzt vor 30 Jahren erlebt. Das ist legitim, aber ich bin froh, dass dieser Anti-Fußball nicht noch mit einem Punkt belohnt worden ist."

Effenberg konterte, er ärgere sich nicht über Rangnicks Aussagen, "weil ja jeder gesehen hat, dass es anders war. Ich kann die (Aussagen, d. Red.) einfach nicht für voll nehmen. Wir haben gezeigt, wie man gegen Leipzig spielen sollte."

Auch SCP-Präsident Wilfried Finke wies Rangnicks Kritik zurück: "Das strotzt vor Überheblichkeit. Rangnick soll sich um seine Mannschaft kümmern, nicht um die Spielweise des Gegners. Wir waren taktisch besser eingestellt und das bessere Team."

(areh/sid)
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