1. Bundesliga 16/17
| 17.10 Uhr

Freifahrtschein für den "Tiger"
Paderborn hält an Effenberg fest

Stefan Effenberg bleibt auch bei Abstieg Trainer des SC Paderborn 07
Stefan Effenberg bleibt bis Saisonende Trainer in Paderborn. FOTO: dpa, frg hak
Bielefeld. Stefan Effenberg darf trotz des verpassten Befreiungsschlages Trainer beim SC Paderborn bleiben. Der ehemalige Nationalspieler kam mit dem abstiegsbedrohten Zweitligisten im Ostwestfalen-Derby bei Arminia Bielefeld zwar nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Dennoch erhielt der "Tiger" nach dem zehnten Spiel ohne Sieg in Folge Rückendeckung von Paderborns Klubpräsidenten Wilfried Finke.

"Wir halten an ihm fest. Dafür nehmen wir notfalls auch den Abstieg in Kauf", sagte der mächtige Vereinsboss dem SID: "Kein halbwegs normaler Mensch würde nach diesem Spiel auch nur ansatzweise darüber nachdenken, den Trainer infrage zu stellen." Ein Ultimatum habe er ohnehin nicht ausgesprochen.

Ob Effenberg für einen Neuanfang in der 3. Liga zur Verfügung stehen würde, weiß Finke nicht. "Die 3. Liga ist vertraglich nicht vereinbart. Da müssten wir dann neu drüber sprechen", sagte er. Effenberg hatte Paderborn anfangs neuen Schwung gebracht, auf zwei Siege nach seiner Amtsübernahme folgten jedoch zehn Spiele ohne Sieg.

Paderborns Vereinspräsident Finke hatte Effenberg zuletzt nur eine "Jobgarantie auf Zeit" bis Ende Februar ausgestellt. "Wenn die Ergebnisse nicht passen, werden wir über einen Wechsel nachdenken müssen", hatte der SCP-Boss gesagt. Effenberg stand nicht nur wegen der sportlichen Talfahrt unter Druck. Auch die sogenannte "Penis-Affäre" um Profi Nick Proschwitz im Trainingslager hat die Position des früheren Weltklasse-Spielers geschwächt.

Gegen Bielefeld wollte Effenberg sein Glück förmlich erzwingen: Der Trainer änderte seine Startelf im Vergleich zum 0:4-Debakel gegen Kaiserslautern gleich auf fünf Positionen. Unter anderem ersetzte überraschend Daniel Heuer Fernandes den Stammtorwart Lukas Kruse. Nach dem 1:0-Führungstreffer durch Stürmer Nicklas Helenius (30.) ballte Effenberg, der trotz des Regens im Pullover viel an der Seitenlinie stand und Anweisungen gab, kurz die Hände zu Fäusten. Es war das erste Paderborner Tor im neuen Jahr.

(seeg/sid)
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