1. Bundesliga 16/17
| 09.01 Uhr

Erster Trainerjob für den "Tiger"
"Effe" will Paderborner zu Helden machen

Effenberg leitet erstes Training in Paderborn
Effenberg leitet erstes Training in Paderborn FOTO: dpa, frg lus
Paderborn/Düsseldorf. Stefan Effenberg, das hat die erste Pressekonferenz bei seinem neuen Verein SC Paderborn gezeigt, war und ist kein Mann der leisen, bescheidenen Töne. "Unsere Aufgabe ist es, diese Jungs wieder zu Helden zu machen", sagte Effenberg selbstbewusst über seine Ziele als Trainer des Zweitligisten. Und weil "Effe" der Satz so gut gefiel, sagte er ihn gleich zweimal innerhalb der knapp 40-minütigen Vorstellung, bei der er um Seriosität zumindest stets bemüht war. Von Jessica Balleer

Der 47-Jährige hat beim SC Paderborn einen Vertrag bis 2017 unterschrieben. Gemeinsam mit Co-Trainer Sören Ostermann (27) übernimmt er das Amt von Markus Gellhaus. Der Absteiger der vergangenen Bundesligasaison und derzeitige 15. der zweiten Liga ist die erste Trainerstation von Effenberg. Dementsprechend aufgeregt wirkte der ehemalige Nationalspieler zu Beginn seines ersten Pressegesprächs als Coach. Erste Fragen nach seinem Trainerstil beantwortete Effenberg eher unkonkret: "Die Mischung muss stimmen. Und ganz wichtig ist die Menschenführung. Da hatte ich selbst mit Ottmar Hitzfeld den besten Trainer."

Die besten Sprüche von Stefan Effenberg

Der Vorstand des SC Paderborn hatte sich vor der Verpflichtung Effenbergs tatsächlich auch mit Hitzfeld ausgetauscht. Der sprach dem Klub seine Empfehlung für den Trainer-Neuling aus. Effenberg bezeichnete Hitzfeld als wichtigste Stütze und Mentor. Mit jeder Frage schien er langsam warm zu werden - und die eigene, selbstbewusste Art wiederzufinden. Einige Sätze allerdings, wie Effenbergs Anspielung "I am the new one" auf Jürgen Klopps Aussage ("I am the normal one")bei dessen Vorstellung in Liverpool, wirkten zuweilen zurechtgelegt.

Die Taktik ist legitim. Bekanntermaßen ist Effenberg vor alllem abseits des Fußballgeschäfts, durch unüberlegte Aktionen, aufgefallen. Erst kürzlich ist ihm der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer entzogen worden. Ein Journalist fragte danach, wie Effenberg zum Training kommen wolle. "Ich bin noch ganz gut zu Fuß", sagte Effenberg. "Fahrradfahren kann ich auch. Zur Not mit Stützrädern." Und so groß sei die neue Heimat ja auch nicht. Wie viele Kilometer Stefan Effenberg dort zurücklegen wird, werden vor allem die Leistungen des SC Paderborn auf dem Fußballplatz entscheiden. Zur Heimpremiere reist morgen (18.30 Uhr) bereits der Ligavierte Eintracht Braunschweig an.

Voller Vorfreude geht er an die neue Aufgabe heran, sagt Effenberg. Zu seinem Engagement beim ambitionierten Zweitligisten hat sich "Effe" schon gratuliert: Paderborn sei eine Chance. André Schubert (Borussia MG), Roger Schmidt (Bayer Leverkusen) oder André Breitenreiter (FC Schalke 04) stehen als beste Beispiele dafür, dass der SCP im Erfolgsfall ein Sprungbrett für Trainernovizen sein kann.

Fotos: Effenberg als Trainer in Paderborn vorgestellt FOTO: dpa, frg jhe
Quelle: RP
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