1. Bundesliga 16/17
| 15.53 Uhr

Comeback auf der Bank
Armin Veh wohl wieder Trainer bei Eintracht Frankfurt

Das ist Armin Veh
Das ist Armin Veh FOTO: dpa, brx jhe
Frankfurt. Medienberichten zufolge hat Eintracht Frankfurt einen neuen Trainer gefunden. Wie der TV-Sender "Sky Sport HD News" berichtet, haben sich die Hessen mit Ex-Trainer Armin Veh geeinigt. Er soll in der kommenden Woche den Vertrag unterschreiben.

Eintrachts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen dementierte die vermeintliche Einigung allerdings. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen", sagte Bruchhagen dem SID. Im Frankfurter Trainer-Casting gehörten auch Andre Breitenreiter (SC Paderborn), Sascha Lewandowski (Nachwuchs-Cheftrainer bei Bayer Leverkusen) sowie Tayfun Korkut, Ex-Trainer von Hannover 96, zu den Kandidaten.

Spektakuläre Trainer-Comebacks in Deutschland FOTO: dpa, hrad nic hak nic

Der derzeit beschäftigungslose Trainer hatte am Donnerstag noch im Interview mit der "Zeit" erklärt, dass er auch Dank eines vollgepackten Möbelcontainers jederzeit für einen neuen Job in der Bundesliga bereit sei. In dem Container seien zum Beispiel eine Couch, ein Sessel, ein großer Esstisch [...], eine Espressomaschine und ein Fernseher.

"Ich finde es sinnvoll, sofort alles beisammen zu haben - bis auf die Klobürste, sag ich jetzt mal, die kaufe ich schon neu." Er werde natürlich irgendwann wieder arbeiten. "Dann werde ich mir wieder einen zusätzlichen Wohnsitz suchen", sagte der 54-Jährige, der in Augsburg lebt.

Veh hatte die Eintracht bereits von 2011 bis 2014 trainiert. In der Saison 11/12 gelang ihm der Bundesliga-Aufstieg, Im Jahr nach dem Aufstieg erreichte er mit der Eintracht als Tabellensechster den Europapokal. Im März 2014 kündigte Veh an, seinen Vertrag in Frankfurt nicht verlängern zu wollen. Veh, der mit Stuttgart 2007 die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, sagte damals: "Die machen alles hier. Die versuchen alles hier, die Eintracht in der Liga zu etablieren, da kann ich keinem einen Vorwurf machen. Aber es sind ganz klar auch Grenzen da. Und das sind nicht unbedingt meine Ziele", deutete Veh vielsagend an.

Gutes Verhältnis zu Bruchhagen

Armin Veh verabschiedet sich vom VfB Stuttgart FOTO: dpa, skh jhe

Nun geht es aber wohl doch zurück zur alten Liebe - was durchaus überraschend kommt. Denn der Name des ehemaligen Stuttgarter Meistertrainers war in Frankfurt in den vergangenen Wochen zwar immer wieder gefallen, allerdings als potenzieller Nachfolger des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Bruchhagen. Mit Bruchhagen versteht sich Veh bekanntlich bestens, ebenso mit Sportdirektor Bruno Hübner, der die Verhandlungen mit den möglichen Trainerkandidaten geführt hatte.

Unter diesen fanden sich zahlreiche bekannte Namen wieder: Tayfun Korkut, der Ex-Trainer von Hannover 96 beispielsweise, galt bis zuletzt als wahrscheinlichster Kandidat. Erst am Donnerstag hatte das Fachmagazin kicker berichtet, dass Korkut seinen noch gültigen Vertrag mit den Niedersachsen aufgelöst hatte und der Weg zur Eintracht damit frei sei.

Außenseiterchancen wurden im Frankfurter Trainer-Casting ebenso Ex-Eintracht-Profi Jens Keller eingeräumt. Auch Andre Breitenreiter, noch beim Absteiger SC Paderborn unter Vertrag, zählte zu den Kandidaten. Zuletzt soll Mirko Slomka in Frankfurt gesichtet worden sein.

Eine Verpflichtung von Sascha Lewandowski, Nachwuchs-Cheftrainer bei Bayer Leverkusen, war hingegen von Beginn an unwahrscheinlich. Der Coach wäre nur gegen Zahlung einer Ablösesumme zu haben gewesen - Veh, sollte er denn tatsächlich das Rennen machen, kommt ablösefrei.

(dpa/sid)
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