1. Bundesliga 16/17
| 14.32 Uhr

Eintracht Frankfurt
Bobic beerbt Bruchhagen – sobald die Liga feststeht

Das ist Fredi Bobic
Das ist Fredi Bobic FOTO: dpa, skn hak pkw_A nic
Frankfurt/Main. Fredi Bobic soll Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt werden. Neben finanziellen Details fehlt zur Vollzugsmeldung nur noch ein Aspekt: der Klassenerhalt der Hessen.

Eigentlich ist alles geklärt. Ein paar finanzielle Details müssen noch besprochen werden, die allerletzten sportlichen Aspekte - aber: Fredi Bobic wird das neue Gesicht von Eintracht Frankfurt. Der 44 Jahre alte Ex-Nationalspieler soll noch im Mai als Sportvorstand am Main vorgestellt werden, wenn die künftige Ligazugehörigkeit der Hessen feststeht.

"Das Amt ist kein Hexenwerk!"

"Jeder weiß, dass ich in Frankfurt war", sagte Bobic bei "kicker.tv - Der Talk" noch zurückhaltend. Beide Parteien sollen sich aber bereits auf eine Zusammenarbeit bis mindestens zum 30. Juni 2019 geeinigt haben. Der ehemalige Sportdirektor des VfB Stuttgart tritt dann die Nachfolge des scheidenden Vorstandschefs Heribert Bruchhagen an, der zuletzt immer wieder betonte: "Das Amt ist kein Hexenwerk!"

Es sei sogar egal, führte Bruchhagen weiter aus, ob der neue starke Mann im sportlichen Bereich eher "ein Traditionalist oder Modernisierer" sei. Besonders wichtig für Frankfurt sei nur das Motto "One Face to the Customers." Will heißen: ein Mann, ein Wort. "Ansonsten besteht die Gefahr, dass zu viele mitreden wollen", meinte Bruchhagen.

Bruchhagen fast 13 Jahre das Eintracht-Gesicht

Viel mitzureden hatte der 67-Jährige, der fast 13 Jahre lang die Geschicke der Eintracht lenkte, bei der Auswahl seines Nachfolgers wohl nicht. Eine Findungskommission, bestehend aus Präsident Peter Fischer, Aufsichtsrat Philipp Holzer sowie Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing steuerte das Casting, in dem sich Bobic unter anderem gegen den früheren Eintracht-Profi Thomas Sobotzik durchsetzte - nachdem Christoph Metzelder, Christian Nerlinger und Jens Lehmann abgesagt hatten.

Für Bobic dürfte es im Dreikampf um den Klassenerhalt daher auch einen klaren Abstiegsfavoriten geben. Hier der künftige Arbeitgeber, der auf keinen Fall runtergehen darf. Dort der Ex-Klub aus Stuttgart, wo der 37-malige Nationalspieler die ersten nennenswerten Erfahrungen auf der Funktionärsebene sammelte. Bleibt zwangsläufig Werder Bremen übrig, das pikanterweise am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) die Eintracht zum Showdown empfangen wird.

Frankfurt reicht ein Punkt in Bremen

Ein Punkt würde Frankfurt dabei nach zuletzt drei Siegen reichen, um den direkten Verbleib in der Liga zu sichern. Auf Unentschieden zu spielen, hatte Trainer Niko Kovac unlängst aber betont, sei "sehr fahrlässig. Wir wollen auch in Bremen gewinnen, und ich gehe davon aus, dass die Jungs ihre letzten Körner in die Waagschale werfen werden."

Erstmals wieder im Kader stehen wird dann wahrscheinlich auch Torjäger Alexander Meier, der unter der Woche nach seiner Knie-Operation wieder in das Mannschaftstraining einstieg. "Jeder weiß um die Lage. Wir sind mental intakt und haben uns eine Serie auch mal verdient", sagte der 33-Jährige.

Vier Siege zum Saisonende vor dem Hintergrund des drohenden Abstiegs waren der Eintracht bereits in der Saison 1998/99 gelungen. Der Leidtragende damals war der 1. FC Nürnberg, den die Hessen für mögliche Relegationsspiele bereits seit Wochen beobachten. "Das mussten wir tun. Jetzt erst damit anzufangen, hätte keinen Sinn gemacht", sagte Sportdirektor Bruno Hübner.

(sid)
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