0:0 in Karlsruhe: Elversberg bleibt vorn
zuletzt aktualisiert: 20.08.2000 - 18:22Neuss (sid). Auch der Tabellenzweite Karlsruher SC konnte im Top-Spiel der Fußball-Regionalliga Süd den Höhenflug von Spitzenreiter SV 07 Elversberg nicht beenden. Vor 13.000 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion erkämpften die Saarländer ein verdientes 0:0 und verteidigten damit den ersten Tabellenplatz erfolgreich. Selbst in Unterzahl - Gelb-Rot für Brent Goulet - gerieten die Elversberger in der Schlussphase kaum einmal ernsthaft in Gefahr. Der KSC mit seinem neuen Trainer Stefan Kuntz muss den Sturm auf die Tabellenspitze vorerst verschieben.
Elversbergs englischer Trainer Neale Marmon bleibt jedoch trotz der sensationellen Tabellenführung weiter auf dem Teppich: "Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt. Und jeder Punkt hilft uns auf diesem Weg."
Am KSC in der Tabelle vorbeigezogen ist der VfR Aalen von Trainer Willi Entenmann. Auch ohne die gesperrten Michael Butrej und Michael Schiele setzten sich die Aalener dank der Tore von Neno Rogosic und Stefan Thiel per Foulelfmeter bei einem Gegentreffer von Alexander Dürr 2:1 gegen Rot-Weiß Erfurt durch und halten Anschluss zur Spitze.
Den ersten Saisonsieg nach zuvor drei Unentschieden feierte Eintracht Trier. Beim SV Wehen gelang durch die Treffer von Danny Winkler (19.), Dirk de Wit (37.) und Neuzugang Joseph Aziz (67.) ein glatter 3:0-Erfolg. Ebenfalls noch ungeschlagen ist der FC Schweinfurt 05. Im Heimspiel gegen die Amateure von Bayern München musste sich die Elf von Djuradj Vasic jedoch mit einem 0:0 begnügen.
Ihren ersten Sieg feierten am Sonntag die Amateure von 1860 München (3:1 gegen Darmstadt), die Reserve des VfB Stuttgart kam gegen Pfullendorf nur zu einem 0:0. Die Sportfreunde Siegen mussten trotz einer 3:0-Führung gegen Wacker Burghausen noch um die ersten Punkte zittern, brachten am Ende aber ein 3:2 über die Zeit und gaben die Rote Laterne an Kickers Offenbach ab.
Beim Zweitliga-Absteiger schrillen bereits die Amlarmglocken. Nach der 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den VfR Mannheim haben die nach vier Spielen noch sieglosen Hessen unter ihrem neuen Trainer Dragoslav Stepanovic schon zwei Punkte Rückstand auf den vorletzten Platz.
Die sportliche Talfahrt hat auch finanzielle Auswirkungen. Statt der erhofften 12.000 Zuschauer kamen gegen Mannheim 4.000 Fans weniger auf den Bieberer Berg. Außerdem musste die Offenbacher Vereinsführung für die Abfindung des entlassenen Trainers Peter Neururer tief in die Tasche greifen. Angeblich bewegt sich das "Schmerzensgeld" in einer Höhe von rund 350.000 Mark brutto.
Nachdem sich die Offenbacher zum vierten Mal im vierten Spiel in den letzten Minuten Gegentore eingefangen hatten, forderte Trainer Stepanovic nach einem gellenden Pfeifkonzert von den Rängen: "Ich brauche noch etwas Zeit. Wir dürfen jetzt nur nicht nervös werden."
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