| 15.59 Uhr

Trainerkarussell nach der EM
Schewtschenko wird Ukraine-Trainer – Belgier Wilmots muss gehen

Andrej Schewtschenko übernimmt in der Ukraine – Marc Wilmots muss in Belgien gehen
Andrej Schewtschenko übernimmt in der ukrainischen Nationalmannschaft das Heft des Handelns. FOTO: afp
Brüssel. Der frühere Superstar Andrej Schewtschenko übernimmt in der Ukraine das Amt des Nationaltrainers. Nach dem enttäuschenden Aus im EM-Viertelfinale gegen Wales sind die Tage von Marc Wilmots als belgischer Nationaltrainer derweil gezählt.

Europas Fußballer des Jahres 2004 Schewtschenko war bei der EM noch Co-Trainer des mittlerweile zurückgetretenen Michail Fomenko. Am Freitag bestätigte der Verband, dass der frühere Weltklasse-Stürmer Fomenkos Nachfolge antritt. Die Ukraine war nach drei Niederlagen als Gruppenletzter sang- und klanglos in der Vorrunde gescheitert.

Schewtschenkos Vertrag läuft zunächst bis zur WM, beinhaltet allerdings eine Option auf zwei weitere Jahre. In der WM-Qualifikation treffen die Gelb-Blauen in Gruppe I auf Kroatien, Island, die Türkei, Finnland und Kosovo.

Wie der belgische Verband RBFA derweil am Freitag mitteilte, habe man sich mit Wilmots einvernehmlich auf eine Trennung verständigt. Wilmots' Vertrag lief ursprünglich noch bis Sommer 2018. Laut RBFA sei man nach der EM zu der Auffassung gekommen, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht worden seien. Das Team brauche einen neuen Impuls, um bei einem großen Turnier etwas zu erreichen. Viele Belgier hatten ihre Mannschaft als Geheimfavoriten schon im EM-Halbfinale gesehen, bevor Wales die Elf mit einem 3:1 ausschaltete. 

Wer Belgien nun zur WM 2018 nach Russland führen soll, wurde zunächst nicht bekannt. Bis zum nächsten Länderspiel am 1. September in Brüssel gegen Spanien solle aber eine Lösung gefunden werden, hieß es in der Mitteilung. Der Weltranglisten-Zweite trifft in der Qualifikationsgruppe H auf Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Estland, Zypern und Gibraltar.

Karel Jarolim wird derweil neuer Nationaltrainer in Tschechien. Der bisherige Coach von FK Mlada Boleslav übernehme den Posten zum 1. August, teilte der Fußballverband in Prag am Freitag mit. Der 59-Jährige galt von Anfang als Favorit für den Job. Er folgt auf Pavel Vrba, der nach dem EM-Aus der Tschechen als Gruppenletzter zurückgetreten war und nun den russischen Erstligisten Anschi Machatschkala trainiert.

Jarolim, Vater des ehemaligen HSV-Kapitäns David Jarolim, erhalte einen Zweijahresvertrag mit der Option auf weitere zwei Jahre, hieß es. "Sein erster Schritt wird es sein, das Team so aufzustellen, dass wir die Qualifikation für die WM 2018 schaffen", sagte Verbandspräsident Miroslav Pelta. Torwart-Legende Petr Cech hatte das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere erklärt.

(areh)
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