| 21.13 Uhr

Nerven liegen blank
Ronaldo wirft Reporter-Mikro ins Wasser

Pressestimmen: "Ronaldo schickt Portugal ins Fegefeuer"
Pressestimmen: "Ronaldo schickt Portugal ins Fegefeuer" FOTO: dpa, hpl
Vor dem letzten und entscheidenden Gruppenspiel der Portugiesen gegen Ungarn scheinen vor allem bei Cristiano Ronaldo die Nerven blank zu liegen. Auf die einfache Frage eines Journalisten reagierte der Superstar höchst eigenwillig.

Während eines Spaziergangs wagte es ein Reporter der portugiesischen Zeitung "Correio da Manha", dem Superstar eine Frage zu stellen – und das obwohl die Presse angehalten worden war, die Spieler am Spieltag in Ruhe zu lassen. Da kann selbst eine Frage wie "Ronaldo, bereit für das Spiel heute?" schon zu viel sein.

Dementsprechend genervt reagierte der 31-Jährige auch auf die "Ruhestörung" des Journalisten. Der Angreifer schnappte sich das Mikrofon und warf es in einen Weiher. Dies belegt ein leicht wackliges Video des Nachrichtensenders "CM TV".

Eine Szene die verdeutlichte, wie angespannt das Nervenkostüm des Superstars vor dem letzten Gruppenspiel ist. Die Portugiesen durften nach ihren ersten beiden Partien in der Gruppe F gegen Island (1:1) und Österreich (0:0) auf keinen Fall verlieren, um sicher ins Achtelfinale einzuziehen. Und sie taten es nicht, spielten 3:3 gegen Ungarn. Nach Meinung von Informationsdirektor Carlos Rodrigues sei Ronaldos Verhalten "eine Schande für eine ganze Nation", die einer Reaktion des Ausnahmespielers bedarf. Das berichten spanische Medien.

Dies war allerdings nicht der erste Vorfall zwischen Ronaldo und der portugiesischen Sportzeitung. In der Vergangenheit hatte der Superstar der "Correio da Manha" schon einmal angedroht, keine Interviews mehr zu geben, weil diese trotz seiner Bitte, es zu unterlassen, immer wieder Informationen über seine Familie und Privatleben veröffentlichte.

Portugals Nationaltrainer Fernando Santos stärkte Ronaldo vor dem Spiel gegen Ungarn derweil demonstrativ den Rücken. "Wir lieben Ronaldo. Ganz Portugal liebt ihn. Er wird alles hinter sich lassen. Und er wird seine beste Leistung abrufen. Er wird das tun, was er am besten kann – und das ist Tore schießen", sagte der Coach.

Obwohl Ronaldo im zurückliegenden Spiel gegen Österreich einen Strafstoß verschossen hat, wird der Champions-League-Sieger von Real Madrid laut Santos auch zukünftig die Elfmeter schießen. "Auch die Freistöße wird er ausführen", äußerte Santos.

(old)
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