| 10.28 Uhr

EM 2016
Ronaldo träumt von einem Titel mit Portugal

Kroatien - Portugal: die Fakten
Kroatien - Portugal: die Fakten
Lens/Düsseldorf. Portugal hat zumindest eines geschafft: die Bürde eines Mitfavoriten loszuwerden. Dreimal trat die Mannschaft um Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo in der EM-Vorrunde an, schaffte dabei keinen einzigen Sieg.

Okay, sie musste auch keine Niederlage hinnehmen - doch der Eindruck, der nach den drei Unentschieden gegen die zuvor nicht als Fußball-Riesen in Erscheinung getretenen Isländer (1:1), Österreicher (0:0) und Ungarn (3:3) hängengeblieben ist, schürt nicht gerade hohe Erwartungen in den EM-Gastgeber von 2004. Im heutigen Achtelfinale gegen Kroatien sind die Portugiesen somit klare Außenseiter.

Das Hauptproblem ist dabei nicht einmal Ronaldo, sondern die schwache Form seiner Nebenleute. vor allem in der Abwehr. Zwar blieb der 31-Jährige in den ersten beiden Partien ohne eigenen Treffer, hatte dabei bei einer Reihe von vielversprechenden Abschlüssen auch einiges Pech. Dennoch sind die Erwartungen in ihn richtigerweise höher als in die Normal-Profis an seiner Seite - auch beim Real-Angreifer selbst. Immerhin holte er einiges im Gruppenfinale gegen Ungarn nach, als er seinem Team, das unter einer chaotischen Defensivvorstellung litt, mit zwei Toren den Hals rettete.

"Ich habe immer gesagt, dass es mein Traum ist, mit der Nationalmannschaft einen großen Titel zu gewinnen", sagt Ronaldo. "Ich habe in meiner Karriere schon viele bedeutende Titel geholt - die größten, die du gewinnen kannst. Aber einen für sein Land zu holen, ist etwas ganz Wichtiges." Wenn es damit noch bei dieser EM etwas werden soll, müssten die Portugiesen freilich über sich hinauswachsen. Zweifel daran sind erlaubt.

(jol)
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