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Sex-Skandal um Spanien-Keeper
Del Bosque stärkt de Gea den Rücken

EM 2016: David de Gea erhält Rückendeckung im Sex-Skandal
David De Gea hat Rückendeckung von seinem spanischen Nationaltrainer erhalten. FOTO: ap, MF
La Rochelle. Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque (65) hält trotz der schweren Anschuldigungen gegen David De Gea (25) im Zusammenhang mit einer Sex-Party an seinem Torhüter fest. "Wir werden ihn voll unterstützen und ihm unsere Zuneigung schenken", sagte del Bosque.

Er sei von den Vorwürfen "überrascht" worden, aber inzwischen beruhigt. Die Aussagen De Geas, der am Freitagabend vehement seine Unschuld beteuerte, seien "glaubwürdig", sagte del Bosque im Trainingslager des Titelverteidigers auf der Ile de Ré vor der französischen Westküste.

Laut einem Bericht des Nachrichtenportals eldiario.es soll De Gea vor vier Jahren gemeinsam mit dem zurzeit wegen diverser Delikte angeklagten Porno-Produzenten "Torbe" eine Feier arrangiert haben, auf der es zu sexuellen Übergriffen gegen zwei Frauen gekommen sein soll. Dies geht aus der polizeilichen Aussage eines geschützten Zeugen im Prozess gegen "Torbe" hervor, die eldiario.es am Freitag in Auszügen auf seiner Homepage veröffentlichte. De Gea selbst soll an der Party nicht teilgenommen haben.

"Wer mich gut kennt, der weiß, dass das nicht wahr ist", sagte der Profi von Manchester United und bezeichnete die Anschuldigungen als eine "Lüge". Er sei genauso überrascht gewesen wie alle anderen. Die Affäre werde ihn "nur stärker" machen, sagte De Gea und gab die Sache in die Hände seiner Anwälte.

Ob De Gea beim spanischen EM-Auftakt gegen Tschechien am Montag (15 Uhr/Live-Ticker) zwischen den Pfosten stehen wird, ließ del Bosque offen. "Das kann ich jetzt noch nicht sagen", meinte der 65-Jährige. De Gea (9 Länderspiele) hatte bislang beste Karten, erstmals als Nummer eins in ein großes Turnier zu starten und Iker Casillas (135 Länderspiele) zu verdrängen.

Beschuldigt ist unter anderem auch De Geas damaliger U21-Nationalmannschaftskollege Iker Muniain vom spanischen Erstligisten Athletic Bilbao. Auch der 23-Jährige wies in einer ersten Reaktion jegliche Schuld von sich. Die Anschuldigungen gegen seine Person seien "absolut falsch", schrieb Muniain bei Twitter.

(sid)
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