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EM in Frankreich
England darf Kriegs-Denkmal nicht besuchen

Engländer brechen nach Frankreich auf
Engländer brechen nach Frankreich auf FOTO: ap
Chantilly. Der englische Fußball-Verband FA hat einem Medienbericht zufolge einen Besuch der Nationalmannschaft vor der EM in Frankreich an einem Kriegs-Ehrenmal gestrichen.

Coach Roy Hodgson habe mit Teilen seiner Auswahl am Thiepval-Denkmal den im Ersten Weltkrieg in der Schlacht an der Somme gefallenen Soldaten gedenken wollen, berichtete die "Times". Darauf habe der Verband allerdings aus Sorge vor dem Einfluss eines mehrstündigen Trips auf die Leistungsfähigkeit der Spieler verzichtet. FA-Generalsekretär Martin Glenn solle nun England repräsentieren.

Trainer und Spieler hatten bereits zuvor die Gefallenen der Schlacht mit Videobotschaften geehrt. "Es ist wichtig, dass wir niemals vergessen, was diesen tapferen Männern und Frauen passiert ist, die von der Schlacht an der Somme betroffen waren", sagte Torwart Joe Hart. "Dies wird ein sehr ergreifender Sommer, wenn wir ein Jahrhundert zurückblicken. Natürlich relativiert das den Fußball", erklärte Trainer Hodgson.

Von Juli bis November 1916 kämpften britische und französische Soldaten an der Somme 141 Tage gegen Truppen des Deutschen Reichs. Der 1. Juli wird mit 19 240 getöteten Soldaten als blutigster Tag der britischen Militärgeschichte angesehen. Unter den Toten war auch der englische Nationalspieler Evelyn Lintott.

(dpa)
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