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Portugal gegen Island
"Schauspieler" Ronaldo hat seinen ersten Auftritt

Portugal - Island
Portugal - Island FOTO: afp
St. Etienne. Cristiano Ronaldo soll die Portugiesen zum Erfolg führen – angefangen mit dem Spiel gegen Island. Aber nicht nur das: In der Heimat soll er - unfreiwillig - auch einen Pornofilm zum Blockbuster machen.

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Sein Hang zur Selbstinszenierung ist nicht zu leugnen, als einen "begnadeten Schauspieler" bezeichnet ihn der Trainer des Gegners - und nun ist Cristiano Ronaldo auch noch Teil der Pornoindustrie. "Die Ronaldas" lautet der vielsagende Titel des Schmuddelstreifens, in dem der Frauenschwarm als Vorlage für den Protagonisten herhalten muss. Unfreiwillig, versteht sich.

"Wir wollten auf der Begeisterungswelle mitschwimmen, jeder spricht über die EURO und Ronaldo", begründete Produzent Carlos Ferreira im Gespräch mit der Zeitung Correio de Manha sein jüngstes Werk: "Ronaldo ist weltweit bekannt und sein Name wird uns sicherlich helfen, den Film erfolgreich zu vermarkten."

Pepe und Ronaldo "könnten nach Hollywood"

Dass der echte Ronaldo (31) nach seiner aktiven Karriere tatsächlich vor den Kameras dieser Welt durchstarten könnte, davon ist Trainer Lars Lagerbäck vom EM-Auftaktgegner Island (Dienstag, 21 Uhr/Live-Ticker) überzeugt. "Sie haben einen der besten Spieler der Welt, aber er ist ein ebenso begnadeter Schauspieler", sagte der 67-Jährige vor der Partie in St. Etienne und schob mit Blick auf Ronaldos National- und Vereinskollegen Pepe nach: "Da haben wir noch einen gesehen, der ohne Probleme nach Hollywood gehen könnte."

Lagerbäck hofft daher, "dass wir so etwas bei der EM nicht erleben werden." Die Chancen dafür stehen sehr gut, denn vor allem Ronaldo selbst hat ganz andere Ziele. "Es ist ein schwieriger Wettbewerb. Ich wünsche mir daher einen guten Start und, viel wichtiger, ein noch besseres Ende", sagt er. Und Trainer Fernando Santos meinte: "Er ist super drauf und hoch motiviert."

Ein Happy End war dem Kapitän im Trikot der Seleccao bei seinen drei EM-Teilnahmen bislang nicht vergönnt gewesen. 2004 platzte der Titeltraum bei der Heim-EM im Finale, 2008 im Viertel- und 2012 im Halbfinale. Immerhin: Ronaldo traf insgesamt sechsmal und kann bei dieser Endrunde den Franzosen Michel Platini (9) als Rekordtorschützen ablösen.

"Cristiano ist der beste Spieler der Welt, er hat das schon so oft unter Beweis gestellt", schwärmte sein im baden-württembergischen Singen geborener Mitspieler Cedric Soares. Dies bestätigte auch Lagerbäck am Montag noch einmal, er betonte aber auch: "Wir werden alles tun, um Herrn Ronaldo auszuschalten."

Wenn dessen Teamkollegen auch ein bisschen wie Cristiano Ronaldo sein wollen, dann haben sie seit Freitag die Chance dazu. Pünktlich zum Start der EURO veröffentlichte der Portugiese das Handyspiel "Ronaldo: Kick'n'Run". In den Gassen von Paris muss man da grätschenden Rivalen ausweichen und Tore schießen. Wie im echten Leben eben.

(sid)
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