| 13.28 Uhr

"Knorz'" gegen Moldawien
Schweiz vor der EM auf Formsuche

Fotos: Schweiz besiegt Moldawien mit 2:1
Fotos: Schweiz besiegt Moldawien mit 2:1 FOTO: afp
Die Schweiz ohne Fortune, Albanien mit einem Torwartproblem und Rumänien in Torlaune: Die Gegner von Gastgeber Frankreich zeigten bei ihren EM-Generalproben Licht und Schatten.

Gewonnen, aber gewarnt: In der Schweiz läuten nach dem Zittersieg gegen Fußball-Zwerg Moldau die Alarmglocken immer lauter. "Es war ein Knorz" schrieb die Tageszeitung "Blick" über das müde 2:1 (1:0) bei der EM-Generalprobe gegen die Nummer 159 der Welt. Immerhin: Auch Gruppengegner Albanien enttäuschte am Freitag, Rumänien präsentierte sich dagegen in Torlaune.

Der "Knorz" in Lugano, der "mühselige Auftritt" also, war für die Schweizer Mannschaft um den Noch-Gladbacher Granit Xhaka nicht die erste Enttäuschung. Gegen Irland (0:1), Bosnien-Herzegowina (0:2) und Belgien (1:2) hatten die Eidgenossen zuvor drei Niederlagen in Serie kassiert, nun stimmte eigentlich nur das Ergebnis.

"Der Match war phasenweise wirr, ohne Tempo, mit geringem Unterhaltungswert", schrieb die "Neue Zürcher Zeitung", verwies aber auch auf den Charakter der Partie als reines Testspiel. Vladimir Petkovic sah das ganz ähnlich. "Wir haben gewonnen. Wir haben Moral getankt. Keiner hat sich verletzt", lautete das bemüht positive Fazit des Nationaltrainers.

Gute Nachrichten gab es immerhin von Johan Djourou. Der Innenverteidiger vom Bundesligisten Hamburger SV wird rechtzeitig zum EM-Auftakt gegen Albanien am Samstag fit. "Am Montag wird Djourou wieder zu 100 Prozent mittrainieren", sagte Petkovic über den zuletzt mit Wadenproblemen pausierenden 29-Jährigen.

Für den EM-Start in Lens versprach der Coach zudem einen anderen Auftritt seiner Elf, für die Blerim Dzemaili (12.) und der Leverkusener Admir Mehmedi (75.) die Tore erzielten. "Gegen Albanien wird man ein Schweizer Team sehen, das körperlich auf seinem besten Niveau ist", versprach der Nati-Coach, der insgesamt elf Bundesliga-Legionäre nominiert hat.

Angst vor Albanien muss die Schweiz ohnehin nicht haben. Der EM-Debütant verpatzte mit Xhakas älterem Bruder Taulant in der Startelf seine Generalprobe beim 1:3 (1:1) gegen die Ukraine gründlich. Als Schwachstelle Nummer eins erwies sich dabei Torhüter Etrit Berisha. Der Ersatzkeeper von Lazio Rom zeigte sich gleich mehrfach unkonzentriert.

Gastgeber Frankreich dürfte somit weder vor Albanien noch der Schweiz großartig zittern. Die Auswahl Rumäniens dagegen, Gegner der Equipe Tricolore im EM-Eröffnungsspiel am Freitag (21.00 Uhr), zeigte sich am Freitag in Torlaune. Beim 5:1 (2:0) gegen Georgien trafen Adrian Popa, Nicolae Stancu, Gabriel Torje und Claudiu Keseru, hinzu kam ein Eigentor. "Wir sind bereit für Frankreich", sagte Trainer Anghel Iordanescu, der keine Deutschland-Legionäre ins EM-Aufgebot berufen hat: "Unser großes Ziel bleibt das Achtelfinale."

(sid)
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