| 18.42 Uhr

Abwehrspieler von Spanien
Jordi Alba klagt über Presse in der Heimat

Pressestimmen: "Eine schallende Ohrfeige für Spanien"
Pressestimmen: "Eine schallende Ohrfeige für Spanien" FOTO: dpa, hm
Saint-Martin-De-Ré. Spaniens Abwehrspieler Jordi Alba hat sich bei der Europameisterschaft über die schlechte Presse in der Heimat beklagt. "Die miese Stimmung macht ihr, nicht wir. Es gibt keine schlechte Stimmung in der Mannschaft. Diese Geschichten schreiben die Medien", sagte der 27-Jährige vom FC Barcelona bei einer Pressekonferenz des Titelverteidigers am Samstag in Saint-Martin-de-Ré. Die spanische Mannschaft reist an diesem Sonntag nach Paris, wo sie am Montag (18 Uhr/Live-Ticker) im Stade de France das Achtelfinale gegen Italien bestreitet.

Alba nannte in diesem Zusammenhang auch den Fall Pedro. Sein Klubkollege hatte in einem Interview mit Rücktritt gedroht, da er seiner Meinung nach zu wenig Einsatzzeiten bisher beim Turnier hatte. "Ihr sorgt für die Polemik. Nicht alle, aber die meisten", kritisierte Alba etwas unvermittelt. "Wir sind hier alles Kameraden und Freunde und die Atmosphäre ist phänomenal." Ein Problem sei es, wenn die Leute mehr der Presse glauben als den Spielern.

Nationaltrainer Vicente del Bosque hatte sich am Samstag in einem Interview mit Radio Marca zurückhaltender zu diesem Thema geäußert. "Mir ist das egal, ich damit keinerlei Probleme. Das Schlimme ist, dass es eine schlechte Stimmung beim Publikum erzeugen kann, bei den Menschen insgesamt, bis hinein in die Mannschaft", erklärte der 65-Jährige, der sich nur sehr selten mit Medienschelte abgibt, und betonte: "Wir haben eine fantastische Stimmung. Fantastisch!" Spaniens Medien hatten allerdings die überraschende 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien eher moderat kommentiert.

(dpa)
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