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Türkischer Nationaltrainer angefeindet
Terim wehrt sich gegen Kritik und deutet Rücktritt an

Fatih Terim wehrt sich gegen Kritik und deutet Rücktritt an
Fatih Terim will Verantwortung übernehmen. FOTO: afp, KLC
Lens. Der türkische Nationalcoach Fatih Terim hat sich tief gekränkt von der Kritik an ihm und seinem Team gezeigt und für den Fall eines Scheiterns in der EM-Vorrunde seinen Rücktritt angedeutet.

"Ich bin bereit, die volle Verantwortung zu übernehmen", kündigte Terim vor dem letzten Vorrundenspiel am Dienstag gegen Tschechien in Lens (21.00 Uhr/Live-Ticker) an. Konkreter wurde er jedoch nicht. "Ich will jetzt nicht weiter darüber sprechen. Ich bin total fokussiert auf morgen. Meine Zeit wird kommen, in der ich Antworten geben werde", sagte Terim am Montag.

Terim begründete seine Äußerungen auch mit Angriffen im Internet auf seine Familie. "Meine Familie ist das Wichtigste überhaupt. Niemand wird sie verletzen. Das werde ich nicht zulassen", sagte Terim. Nach dem 0:3 der bei diesem Turnier noch punkt- und torlosen Türken gegen Spanien war vor allem Kapitän Arda Turan angefeindet worden. Auch Terim wurde zum Teil heftig kritisiert. Auch seine schwangere Tochter war in sozialen Netzwerken verspottet worden.

"Ich bin frustriert und tief enttäuscht. Ich bin auch nur ein Mensch", sagte Terim und schimpfte: "Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kritisiert uns ein Geschichtsprofessor. Das kann ich nicht fassen. Ich hoffe, unsere Kritiker werden irgendwann auch für ein Team verantwortlich sein. Sie werden auch irgendwann ihren Teil abbekommen."

Die Türkei muss am Dienstag gewinnen, um noch eine Chance zu haben, als einer der vier besten Gruppendritten doch noch ins Achtelfinale einzuziehen.

(dpa)
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