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"Deutsches Team war hervorragend"
Englands Experten feiern Schiri Brych

Viel Arbeit für Brych bei erstem Einsatz in Frankreich
Viel Arbeit für Brych bei erstem Einsatz in Frankreich FOTO: dpa, sam
London/Lens. Englische Experten haben den deutschen Schiedsrichter Felix Brych für dessen souveräne Leitung des britischen Bruderduells England gegen Wales (2:1) bei der EM gelobt.

"Felix Brych hat das Spiel, das teilweise einem echten britischen Kampf glich, wirklich sehr gut geleitet", schrieb der frühere Spitzen-Schiedsrichter Graham Poll in seiner Kolumne für die Zeitung "Daily Mail": "Das deutsche Team war hervorragend."

Auch der frühere Nationalspieler Martin Keown war voll des Lobes. "Er ließ das Spiel laufen. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man den Schiedsrichter überhaupt nicht wahrnimmt", schrieb Keown für dasselbe Blatt und gab Brych in dem englischen System von eins bis zehn eine Acht und damit die drittbeste Punktzahl.

Möglicherweise lag es am späten Siegtor von Daniel Sturridge in der Nachspielzeit, dass es keine Beschwerde über den nicht gegebenen Elfmeter für England in der 32. Minute gab. Dem Waliser Ben Davies war der Ball im eigenen Strafraum klar an die Hand gesprungen, Brych hatte aber weiterlaufen lassen. Fachmann Poll schrieb gar von einer "korrekten" Entscheidung.

Zudem wurde Brych und seinem Team hoch angerechnet, erkannt zu haben, dass Englands Jamie Vardy vor dessen Ausgleichstreffer (56.) der Ball vom Waliser Ashley Williams vorgelegt worden war und der Stürmer somit nicht im Abseits stand. "Es wäre einfach gewesen, diese Situation falsch zu bewerten", meinte Poll und lobte Linienrichter Stefan Lupp ausdrücklich dafür.

Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel hat Brych ebenfalls einen fehlerlosen ersten Auftritt bei der EM attestiert. "Als Mitglied der Schiedsrichter-Kommission darf ich keinen Schiedsrichter öffentlich bewerten. Da bitte ich um Verständnis", erklärte Fandel am Freitag. "Aber ich kann sagen, dass Brych in der Partie zwischen England und Wales alles richtig gesehen hat." Auch die kontrovers diskutierte Szene in der 32. Minute, als dem Waliser Ben Davies der Ball im eigenen Strafraum an die Hand gesprungen war, habe Brych richtig bewertet.

(dpa)
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