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Schweiz gegen Polen
Sommer will seine Lewandowski-Bilanz festhalten

Schweiz - Polen: die Fakten
Schweiz - Polen: die Fakten
Saint-Etienne. Das erste Achtelfinale der EM 2016 in Frankreich steht an: Die Schweiz trifft auf Polen. Es ist auch ein Duell zwischen Yann Sommer und Robert Lewandowski. Sorgen muss sich der Gladbacher eigentlich nicht, diesen Schluss lässt zumindest die Statistik zu. Von Karsten Kellermann

Wie es ist, wenn ein Superstar in brillanter Tagesform ist, bekam Fabian Johnson, im Alltag angestellt beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, jüngst im Halbfinale der Copa America zu spüren. Lionel Messi, einer der besten Fußballer der Welt, hatte richtig Lust, und so war es auch bei den anderen Argentiniern, die eine Nummer zu groß waren für das Team USA. Messi steuerte einen ungeheuren Freistoßtreffer zum 4:0-Sieg bei. Messi ist im Finale, Johnson spielt heute Nacht gegen Kolumbien um Platz drei. Mithin: Es ist ein Erfolg für die US-Boys, es bis ins Halbfinale geschafft zu haben.

Würden es Johnsons Gladbacher Teamkameraden Yann Sommer, Granit Xhaka und Nico Elvedi mit der Schweiz bei der EM bis in die Vorschlussrunde schaffen, sie wären sehr zufrieden. Doch erst mal müssen sie es mit einem vermeintlichen Superstar aufnehmen: Robert Lewandowski. Der ist noch torlos beim Turnier in Frankreich und für einen Mann, der in Fachkreisen ob seiner Talente als der beste Torjäger der Gegenwart definiert wird, ist das ziemlich dünn.

Doch gerade jetzt, da die Ausscheidungsspiele beginnen, kommt die Zeit der Superstars. Sie können und wollen den Unterschied machen, wenn es darauf ankommt. Nun spielt die Schweiz natürlich nicht nur gegen Lewandowski, sondern gegen ein sehr kompaktes und erfahrenes polnisches Team. Aber es ist eben Lewandowski da - und was setzen die Eidgenossen dagegen? Gladbachs Schlussmann Yann Sommer.

Der ist bislang der wohl beste Torwart der EM – in allen Belangen. "Er ist ein ganz, ganz hübscher Mann", schwärmte zuletzt Sylvie Meis, besser bekannt als die frühere Frau van der Vaart. Doch Sommer sieht nicht nur gut aus, er ist auch ein toller Torwart. Und man darf vermuten, dass es ohne ihn und seine Paraden eng geworden wäre für die Schweiz: Bei den Zu-Null-Spielen gegen Albanien (1:0) und Frankreich (0:0) hielt er überragend, im letzteren Spiel war er sogar "Man of the Match".

Also kann man das erste EM-Achtelfinalspiele (15 Uhr/Live-Ticker) personalisieren: Sommer gegen Lewandowski. Sorgen muss sich der Gladbacher eigentlich nicht, diesen Schluss lässt zumindest die Statistik zu. Viermal hat er mit Gladbach gegen die Bayern gespielt, und nicht einmal hat Lewandowski, der dreimal zum Einsatz kam, gegen ihn getroffen. Zudem ist Sommer gegen Lewandowski noch ohne Niederlage (zwei Siege, ein Unentschieden). Nun ist das eine Vereinsfußball und Bundesliga, das andere ein EM-Achtelfinale, doch zumindest können die Schweizer süßen Honig aus dieser Bilanz saugen: Lewandowski-Tore sind nicht zwangsläufig. Das ist Yann Sommers Arbeitshypothese für heute.

Sein Duell mit Polens Stürmerstar könnte der Schlüssel zum Erfolg für die Schweizer sein.

Quelle: RP
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